PfadnavigationHomeRegionalesHamburgTodesermittlungMann stirbt zwei Tage nach Polizeieinsatz in Hamburg-Billstedt im KrankenhausStand: 15:24 UhrLesedauer: 2 MinutenEin Polizist steht vor einem Einsatzfahrzeug der PolizeiQuelle: Marcus Brandt/dpaEin 33-Jähriger wurde nach Angaben der Polizei in Billstedt in Gewahrsam genommen und in ein Krankenhaus gebracht. Dort erlitt er einen Kreislaufstillstand und starb zwei Tage später.Ein 33-jähriger Mann ist nach einem Polizeieinsatz in Hamburg-Billstedt im Krankenhaus gestorben. Nach Angaben der Polizei war er am frühen Sonntagnachmittag in einem psychischen Ausnahmezustand in Gewahrsam genommen und anschließend in eine Klinik gebracht worden. Dort erlitt er nach der Einlieferung einen Kreislaufstillstand. Am Dienstagnachmittag starb er in dem Krankenhaus.Der Einsatz ereignete sich den Angaben zufolge am 2. August um 13.16 Uhr in der Edvard-Munch-Straße. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte der Mann im Treppenhaus der Wohnanschrift seiner nicht zu Hause befindlichen Ex-Partnerin randaliert und sich wiederholt unberechtigt Zutritt zu deren Wohnung verschafft. Anwohner verständigten daraufhin die Polizei.Lesen Sie auchBereits etwa eine halbe Stunde zuvor hatte es an derselben Anschrift einen Polizeieinsatz gegeben. Dabei habe sich der 33-Jährige laut Polizei noch unauffällig und ruhig verhalten und einem Platzverweis Folge geleistet. Beim erneuten Einsatz sei er verbal nicht steuerbar gewesen und habe augenscheinlich unter Drogeneinfluss gestanden. Er habe fortwährend geschrien und zusammenhanglose sowie wirre Angaben gemacht.Um dem Mann Hilfe zukommen zu lassen, nahmen die Einsatzkräfte ihn nach Angaben der Polizei in Gewahrsam. Dabei sei es zu erheblichen Widerstandshandlungen gekommen. Zum eigenen Schutz des Mannes sowie zur Verhinderung von Angriffen auf die Polizisten sei er fixiert und an Händen und Füßen gefesselt worden. Weil er fortwährend um sich gespuckt habe, legten die Beamten ihm den Angaben zufolge außerdem eine Spuckschutzhaube an.Mutmaßlich Kokain entdecktIm Verlauf der Maßnahmen fanden die Einsatzkräfte laut Polizei bei dem Mann eine geringe Menge einer rauschgiftverdächtigen Substanz, mutmaßlich Kokain. Eine Rettungswagenbesatzung sei unmittelbar hinzugezogen worden. Der 33-Jährige sei vom Einsatzort aus in ein Krankenhaus transportiert worden. Auch während der Fahrt habe der gefesselte Mann seine Gegenwehr nicht unterlassen.Lesen Sie auchNach der Einlieferung in die Klinik erlitt der Mann nach Polizeiangaben einen Kreislaufstillstand. Erste Wiederbelebungsmaßnahmen seien unverzüglich durch Polizeikräfte erfolgt. Medizinischem Personal sei es anschließend gelungen, den Mann zu stabilisieren. Zwei Tage später starb er im Krankenhaus.Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln nach Angaben der Behörde nun standardmäßig in einem Todesermittlungsverfahren zur Todesursache. Derzeit bestünden keine Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten der Einsatzkräfte. Geprüft werde insbesondere, inwieweit eine Drogenintoxikation todesursächlich gewesen sein könnte.dfe