Wer in Brandenburg an der Havel seine Abfallgebühr zahlt, finanziert auch den Müll anderer Leute mit. Die illegale Müllablagerung im Stadtgebiet hat die Kommune im vergangenen Jahr über 320.000 Euro gekostet.
Rund 170 Tonnen widerrechtlich abgeladener Abfälle mussten beseitigt werden – von Müllsäcken über Bauschutt bis zu gefährlichen Stoffen wie Asbest oder Batterien. Weil diese Kosten über die Abfallgebühren umgelegt werden, tragen sie am Ende alle Bürgerinnen und Bürger gemeinsam. Die Stadt appelliert nun an mehr Verantwortung – und macht deutlich, dass bei ertappten Verursachern Konsequenzen von Verwarngeldern bis zur Strafanzeige folgen. Das betrifft jeden, der Sperrmüll, Elektroschrott oder Restmüll loswerden will.
Was der wilde Müll die Stadt wirklich kostet
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 170 Tonnen illegal abgelegter Abfall in nur einem Jahr, dazu Beseitigungskosten von mehr als 320.000 Euro. Finanziert wird das nicht aus einem Sondertopf, sondern über die Abfallgebühren aller Haushalte.Das Problem beschränkt sich nicht auf achtlos weggeworfene Tüten. Immer wieder tauchen Sperrmüll, Bauschutt oder sogar Sondermüll wie Dachpappe im öffentlichen Raum und in Waldgebieten auf. Das ist nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern belastet die Umwelt und kann Wildtiere anlocken und gefährden.Ein konkretes Beispiel liefert der Jahresrückblick des zuständigen Amts: 2025 wurden erhebliche Mengen illegal entsorgter Kabelummantelungen in Wäldern des Stadtgebiets gefunden. Trotz Zeugenaufruf blieben die Täter unbekannt – beräumt wurde am Ende mit Ortsvorsteher und freiwilligen Helfern.






