Demnach gingen seit dem mehrtägigen Stromausfall im Januar Tausende Anträge von Menschen ein, die wegen Dunkelheit und großer Kälte in Hotels unterkamen. Der Berliner Senat hatte die Kostenerstattung beschlossen, das Antrags- und Auszahlungsverfahren obliegt dem Bezirk.Wegen eines mutmaßlich von Linksextremisten begangenen Brandanschlags auf eine Kabelbrücke am 3. Januar waren im Berliner Südwesten 100.000 Menschen in 45.000 Haushalten und mehr als 2000 Gewerbebetriebe tagelang ohne Strom und damit oft auch ohne Heizung. Am 7. Januar war die Stromversorgung wieder für alle hergestellt. Über die Folgen seines Krisenmanagements und vor allem seiner Krisenkommunikation während des Stromausfalls stolperte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (mehr dazu hier ).

3116 AnträgeLaut dem zuständigen Bezirksstadtrat Tim Richter wurden 3116 Anträge zur Kostenerstattung von Übernachtungskosten geprüft. Sie hätten sich öfter auf mehrere Personen bezogen. 2933 Anträge seien ausgezahlt worden, mitunter hätten Antragsteller Unterlagen nachreichen müssen. Die durchschnittliche Summe soll sich auf 52 bis 55 Euro pro Person und Nacht belaufen haben.129 weitere Anträge seien abgelehnt worden, etwa weil die Übernachtungen außerhalb des fraglichen Zeitraums lagen oder nicht in gewerblichen Unterkünften wie Hotels oder Pensionen stattfanden. In 54 Fällen hätten Antragsteller ihr Ansinnen zurückgezogen.