Trotz der Tatsache, dass Apple zu den weltweit größten Käufern von SDRAM-Modulen gehört, schafft es der iPhone-Hersteller weiterhin nicht, die Top 3 der Speicherhersteller, Micron, SK Hynix und Samsung Electronics, zu Preissenkungen zu bewegen. Die verkaufen nach wie vor massiv High-Bandwith-Speicher (HBM) an Nvidia und diverse KI-Unternehmungen, damit diese ihre Rechenzentren aufbauen können. Apples Versuche, über das aufstrebende chinesische Unternehmen CXMT an einen Tarifhebel zu gelangen, sind einem Bericht zufolge zunächst gescheitert. Der Grund ist nicht nur, dass Apple wohl regulatorische Probleme in den USA bekommt, wenn es China-RAM kauft. Stattdessen sind auch die Preise bei CXMT hoch – und dürften es noch eine Weile bleiben. Entsprechend hat die RAM-Top-3 auch keine Angst davor.

Mehr Platz auf den Wafern benötigt

Wie die in Taiwan erscheinende Elektronikfachzeitschrift DigiTimes meldet, hat es CXMT technisch schwer, für Apple nutzbare DRAM-Module zu produzieren. Statt EUV-Lithografie-Maschinen, die unter Exportrestriktionen der USA fallen, kann das Unternehmen nur die älteren DUV-Geräte nutzen. Dadurch sollen rund ein Drittel mehr Wafer-Platz anfallen.

Das wiederum sorgt dafür, dass die Herstellungspreise kaum günstiger sind als jene von Samsung Electronics oder SK Hynix. Apples Versuche, von CXMT günstigere LPDDR5X-Module zu erhalten, seien gescheitert, so die DigiTimes unter Berufung auf Berichte aus Südkorea und China. CXMT soll Apple gegenüber keinen Discount einräumen wollen – die Tarife, die genannt wurden, entsprachen jenen der Südkoreaner.