Der Laptophersteller Framework hat ein Datenleck erlitten und warnt seine Kunden vor abgeflossenen Informationen. Kontakt- und Lieferdaten privater und gewerblicher Kunden kamen abhanden – Zahlungs- und Bestellinformationen nach Frameworks Angaben jedoch nicht. Offenbar nutzten Angreifer eine Zero-Day-Lücke in Metabase aus; der Datenbankhersteller hat Updates veröffentlicht und seine Cloud-Instanzen abgedichtet.

In einer Mail an seine Kunden, die heise online vorliegt, schreibt der Hersteller, dass durch den Angriff auf Metabase die folgenden Kundendaten abgezogen worden seien:

Voller Name,E-Mail-Adressen für Anmeldung und Rechnung,Anmelde-IP-Adresse(n),Rechnungs- und Lieferadresse,sowie bei Geschäftskunden der Firmenname und Steuerinformationen.

Man prüfe zur Vermeidung künftiger Vorkommnisse auch, wie viele Informationen man mit Plattformen zur „Business Intelligence“ teile, heißt es in der E-Mail weiter. Außerdem habe man die jeweiligen Aufsichtsbehörden informiert und ein Unternehmen zur IT-Forensik mit der Spurensuche beauftragt. Framework habe die Zugangsdaten zu seiner Metabase-Clouddatenbank geändert.

Framework hat sich mit seinen reparierbaren und aufrüstbaren Notebooks wie dem Laptop 13 einen Namen gemacht. Keine Komponente ist verklebt; Akku, Display, Touchpad und mehr lassen sich simpel austauschen. Zuletzt stellte die Firma den Laptop 13 Pro vor und beginnt damit einen Vorstoß auch zu Linux. Im Forum des Laptopherstellers diskutieren Kunden über das Ausmaß des Lecks, eine öffentliche Stellungnahme im Firmenblog oder dessen Social-Media-Konten steht zur Stunde noch aus.