Invasive Pflanzenart : Götterbaum weiter verbreitet als gedacht07.08.2026, 06:00Lesezeit: 1 Min.In hessischen Wäldern verdrängt der Götterbaum immer öfter einheimische Pflanzen. Gießener Forscher haben ein neues Verfahren entwickelt, um die Ausbreitung der invasiven Art zu dokumentieren.Der Götterbaum, eine invasive Art aus Ostasien, hat sich in den Wäldern Südhessens schon stärker ausgebreitet als bisher angenommen. Das haben Landschaftsökologen der Universität Gießen mithilfe von Drohnen und Künstlicher Intelligenz herausgefunden. Sie fertigten zunächst Schrägluftbilder von dürregeschädigten Waldflächen bei Pfungstadt und Seeheim-Jugenheim an. Dann ließen sie die Drohnenfotos direkt von einer KI analysieren, ohne sie vorher zu sogenannten Orthomosaiken aufzubereiten, also aus vielen Einzelaufnahmen zusammengesetzten Karten. Das vereinfachte den Arbeitsablauf und lieferte gleichzeitig genauere Ergebnisse, wie die Forscher feststellten.Die Auswertung ergab, dass sich mehr als 40 Prozent des Götterbaum-Befalls unter den Baumkronen des Waldes verbarg und mit herkömmlichen Methoden unentdeckt geblieben wäre. Nach Ansicht der Wissenschaftler kann ihr Verfahren genutzt werden, um auch andere invasive Arten künftig schneller und präziser zu kartieren.Götterbäume (Ailanthus altissima) gehören zu den am schnellsten wachsenden Baumarten. Sie wurden in Parks und auf Grünflächen gepflanzt, weil sie Trockenheit, Wärme und Luftverschmutzung gut vertragen. Inzwischen breiten sie sich aber unkontrolliert aus und verdrängen einheimische Arten.