Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat Berichte über einen weitreichenden Kurswechsel teilweise zurückgewiesen. Zwar sollen die Themen Linksextremismus und Islamismus künftig stärker berücksichtigt werden. Zugleich betont die Behörde gegenüber der Berliner Zeitung, dass Angebote zum Rechtsextremismus nicht gekürzt würden, das „Landshut“-Projekt fortgeführt werde und auch die Israel-Studienreisen nicht eingestellt seien. Auf Projekte in Berlin haben die Änderungen keine Auswirkung.
In den vergangenen Tagen war über eine weitreichende inhaltliche Neuausrichtung der Bundeszentrale für politische Bildung berichtet worden. Im Raum standen unter anderem ein stärkerer Fokus auf Linksextremismus und Islamismus sowie das Aus für das geplante „Landshut“-Museum und die Israel-Studienreisen. Die Antworten der Behörde gegenüber dieser Zeitung zeichnen nun jedoch ein differenzierteres Bild.
Zwar bestätigt die bpb, den Themen Linksextremismus und Islamismus künftig mehr Raum geben zu wollen. Zugleich widerspricht sie aber zentralen Punkten der bisherigen Berichterstattung.
Mehr Gewicht für Linksextremismus und Islamismus
Nach Angaben der bpb sollen im Rahmen des Planungsanlasses „50 Jahre Deutscher Herbst“ im Jahr 2027 „vermehrt Angebote zum Thema Linksextremismus veröffentlicht“ werden. Das Thema werde dabei „nicht nur historisierend, sondern auch gegenwartsbezogen bearbeitet“, teilt eine Sprecherin der Bundeszentrale für politische Bildung der Berliner Zeitung mit. Zudem würden die „Maßnahmen zum Thema Antisemitismus und jüdisches Leben“ ausgebaut.








