Weil er seine Ehefrau mit 43 Messerstichen getötet hat, ist ein Angeklagter aus Ludwigshafen wegen Mordes zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Das teilte eine Justizsprecherin mit. Das Landgericht Frankenthal sah es als erwiesen an, dass der Mann die 37-Jährige Anfang November 2025 in der gemeinsamen Wohnung aus Eifersucht und Wut mit einem Messer angegriffen hatte. Das Opfer starb an Blutverlust.Der 40-Jährige habe vermutet, seine Ehefrau habe eine Beziehung zu einem anderen Mann, hieß es. Der Angeklagte hatte selbst den Notruf gewählt. Er ist dem Gericht zufolge türkischer Staatsangehöriger.Das Gericht folgte mit dem Urteil der Forderung der Staatsanwaltschaft und der Nebenklage. Die Verteidigung hatte eine Verurteilung wegen Totschlags beantragt. Der Mann habe sich zum Tatzeitpunkt in einer psychischen Ausnahmesituation befunden. Zum Abschluss des Prozesses habe der Angeklagte die Familie der Getöteten um Verzeihung gebeten, hieß es.Tötungen von Frauen aufgrund ihres Geschlechts werden als „Femizid“ bezeichnet. Es handelt sich um Tötungen aufgrund ihrer tatsächlichen oder vom (mutmaßlichen) Täter zugeschriebenen Stellung in der Gesellschaft. Der Begriff „Femizid“ macht auf die Entstehungsbedingungen der Tat aufmerksam – etwa darauf, dass ein Mann eine Frau durch die Tat bestrafen oder verhindern wollte, dass sie ein eigenständiges Leben ohne ihn führt. Vor Gericht gibt es in Deutschland keinen Femizid-Tatbestand. Taten werden als Mord oder Totschlag eingeordnet.
Frankenthal: Frau mit 43 Messerstichen getötet – Mann wegen Mordes verurteilt
Ein 40 Jahre alter Mann hat mit einem Messer auf seine Frau eingestochen. Sie starb an Blutverlust. Laut Urteil handelte er aus Eifersucht und Wut – und muss nun lebenslang in Haft.






