Eine Wasserwelle für Surfer hat in Hamburg noch gefehlt. Sie belebt einen bisher eher öden Abschnitt des Elbufers und schafft Lebensfreude.

d enn das ist ein schönes Projekt, das die Lebensfreude fördert. Schon mal bodygesurft? Also einfach im Meer in eine brechende Welle eingetaucht, die Arme nach vorn, den Körper versteifen und sich dann mitziehen lassen bis ins flache Wasser. Surfen, mit und ohne Brett, liegend oder stehend, kann Menschen schon begeistern, wenn sie am Meer im Urlaub sind. Jemand, der diese Begeisterung teilt, will nun am Hamburger Hafen einen Ponton mit einer künstlichen Surfwelle ansiedeln.

Das Elbufer ist dank Industrialisierung und Küstenschutz überwiegend ohnehin nur noch eine Betonwüste. Alte Zeichnungen, wie belebt und vielfältig genutzt das Ufer früher mal aussah, lassen einen wehmütig werden. Heute ist der ehemalige Fischereihafen neben dem Parkplatz des Kreuzfahrtterminals ein öder Ort.

Sollte dort eines Tages jener Ponton stehen, auf dem Unternehmer Felix Segebrecht ein blaues Wasserbecken mit Welle und eine Gastronomie nebst Ausleihe für Surfbretter unterbringen möchte, wertet es den Ufer-Abschnitt angenehm auf. Spaziergänger, die von den Landungsbrücken bis zum Elbstrand nach Övelgönne wandern, haben hier üblicherweise eine optische Durststrecke zu überwinden. Künftig können sie stehen bleiben und Surfer bestaunen.