Eva von Angern, Spitzenkandidatin der Linken und Fraktionschefin im Magdeburger Landtag, hat sich offen für Gespräche mit der CDU gezeigt – und zugleich beim Reizthema Migration eine klare Kante gezogen. „Wer mehr Abschiebungen will, sollte nicht die Linke wählen“, sagte die 49-jährige Juristin unmissverständlich.
Von Angern, die seit 2002 dem Landtag angehört und ihre Partei bereits 2021 mit dem umstrittenen Slogan „Nehmt den Wessis das Kommando“ in den Wahlkampf führte, wählt auch diesmal deutliche Worte. In der Migrationsdebatte will die frühere Rechtsanwältin einen Perspektivwechsel erzwingen: Nicht über Kriminalität solle gesprochen werden, sondern darüber, „wie wertvoll Menschen mit Migrationshintergrund in Sachsen-Anhalt sind“. Ohne sie, so von Angern gegenüber dem MDR, müssten Kitas geschlossen werden und die Gesundheitsversorgung stehe „vor dem Kollaps“.
Mit Blick auf rund 5.000 ausreisepflichtige Menschen im Land bleibt sie hart: Mehr Abschiebungen würden „die Situation an keiner Stelle verbessern“. Die Debatte, so die Spitzenkandidatin, sei „leider in die falsche Richtung gelenkt worden“. Damit positioniert sich die Linke bewusst gegen den Kurs von CDU, AfD und Teilen der SPD – ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem sie im Endspurt des Wahlkampfs Profil zeigen will.











