Das bayerische Landeskriminalamt und die thüringische Polizei haben am Sonntag in Thüringen einen 33-jährigen Ukrainer festgenommen, dem vorgeworfen wird, mit einer Drohne einen Rüstungsbetrieb in München ausspioniert zu haben.Es bestehe der dringende Tatverdacht, dass der Beschuldigte als sogenannter „Low-Level-Agent“ im Auftrag einer ausländischen Macht im Juni 2026 Aufnahmen vom Betriebsgelände des Rüstungsunternehmens angefertigt habe. Low-Level-Agenten, auch „Wegwerf-Agenten“ genannt, werden für vergleichsweise einfache Operationen eingesetzt, ihre Enttarnung wird in Kauf genommen.Die Ermittlungen führt die bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) bei der Generalstaatsanwaltschaft München. Sie gibt keine näheren Einzelheiten zu dem Fall bekannt, insbesondere nicht den Namen des Rüstungsunternehmens. Es wird jedoch angenommen, dass die Aufnahmen angefertigt wurden, um Sabotagehandlungen vorzubereiten.Im Juli wurde ein 37-jähriger Mann aus Moldau wegen des gleichen Delikts festgenommen. Er soll mit einer Drohne das Gelände der Firma KNDS in Allach ausspioniert haben, wo unter anderem der Kampfpanzer Leopard 2 produziert wird. Dem Vernehmen nach soll es sich aber im nun aktuellen Fall um ein anderes Unternehmen handeln. Der Festgenommene sitzt einem bayerischen Gefängnis in Untersuchungshaft.
München: Ukrainer wegen Spionageverdacht festgenommen
Ein 33-Jähriger wurde in Thüringen gefasst, verdächtigt, mit Drohne Rüstungsbetrieb in München auszuspionieren. Ermittlungen wegen möglicher Sabotage laufen.











