Um Haushaltslöcher zu stopfen, könnten laut dem Ökonomen Clemens Fuest künftig alle im Supermarkt mehr bezahlen. Bedürftige sollten dagegen an anderer Stelle gezielt entlastet werden.
06.08.2026, 08.34 Uhr
Ifo-Chef Fuest: 36 Milliarden Euro zusätzlich durch progressive Mehrwertsteuer
Eine Änderung der Höhe der Mehrwertsteuersätze zählt in der Politik zu den beliebteren Instrumenten. Je nach Lage, um leidende Bürgerinnen und Bürger zu entlasten oder um Haushaltslöcher zu stopfen. Dem ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent kommt dabei bisweilen eine besondere Rolle zu, indem die Liste der Dinge, die darunterfallen, ausgeweitet oder zusammengestrichen wird. So wie jüngst bei den Speisen in der Gastronomie .
Der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, spricht sich nun für eine generelle Abschaffung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes aus. Alle Waren sollten einheitlich besteuert werden, also mit derzeit 19 Prozent. In anderen Ländern sind einheitliche Sätze längst üblich, in Dänemark beispielsweise müssen 25 Prozent auf alles bezahlt werden.»Alle Güter mit derzeit ermäßigtem Mehrwertsteuersatz, vor allem Lebensmittel, würden sich verteuern«, sagte er der »Bild «-Zeitung. Allerdings rechnet Fuest auch nicht damit, dass die höhere Steuer von den Unternehmen gleich in vollem Umfang weitergegeben würde.










