Nicht von ungefähr wird die Neue Nationalgalerie an der Potsdamer Straße in der Kunstszene „Mies-Tempel“ genannt. Der 1968 eingeweihte Pavillon des Bauhausmeisters Mies van der Rohe ist eines von Berlins meistbesuchten Museen.
Jährlich kommen um die 600 000 Leute. Von nah und fern. Die Vernissagen gleichen nicht selten einer Hochmesse, nur ohne Weihrauch, dafür mit spektakulären Debatten, wie im Herbst 2024 zur Ausstellung der US-amerikanischen Fotografin Nan Goldin.
Nun geht am Sonntag die seit März dieses Jahres laufende Schau des rumänisch-französischen Bildhauers Constantin Brancusi (1876–1957) zu Ende. Das Ereignis hatte über 300.000 Besucherinnen und Besucher, trotz der Konkurrenz durch Hunderte anderer Berliner Kunsthäuser und Galerien.
Möglich wurde es durch die Kooperation mit dem Pariser Kunstzentrum Centre Pompidou, das gerade saniert wird. Die dort etablierten Werke des „Großmeisters der modernen Skulptur“ durften nach Berlin reisen. 50 Jahre lang war seine avantgardistische Kunst in Deutschland nicht zu sehen, diese innovative Anschauung der Natur, reduziert auf organische Grundformen, die polierten Oberflächen geöffnet zum Raum.
Mittels Schlafsack ins „MoMA Berlin“






