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Börsenwoche Aktie Beiersdorf: Neue Chance zum halben Preis Nach zwei Jahren Baisse mehren sich die Anzeichen für eine Stabilisierung des Kurses. Eindeckungskäufe von Leerverkäufern könnten einen entscheidenden Impuls geben.
Die Zukunft von Beiersdorf hängt von der Marke Nivea ab, mit der die Hanseaten (inklusive Labello) mehr als die Hälfte ihres Umsatzes erzielen. Foto: dpaMit einem Minus von 54 Prozent in zwei Jahren haben Beiersdorf-Aktien den größten Kursverlust seit mehr als vierzig Jahren hinter sich. Für diesen dramatischen Rückgang gibt es vier Gründe: das Schrumpfen der Kernmarke Nivea, die für mehr als die Hälfte der Umsätze steht; Wachstumsprobleme in den großen Absatzmärkten Westeuropa, Nordamerika, Asien und Afrika; eine abermalige Prognosekürzung, obwohl Beiersdorf schon im Herbst 2025 eine strategische Neuorientierung eingeleitet hat; und schließlich die bis vor zwei Jahren ungewöhnlich hohe Bewertung der Aktie, die weit über der des ebenfalls im Dax notierten Konkurrenten Henkel lag.Ein gefundenes Fressen also für Leerverkäufer – ein No-Brainer sozusagen. Leerverkäufer, so genannte Shortseller, leihen sich bei anderen Investoren gegen Zahlung einer Gebühr Aktien und verkaufen diese sofort am Markt. Ihre Spekulation ginge auf, wenn der Kurs bis zum vereinbarten Rückgabetermin unter den Verkaufskurs fiele. Nach Statistiken des US-Datenanbieters S3 Partners waren zuletzt 19,8 Prozent aller im Streubesitz befindlichen Aktien von Beiersdorf leer verkauft. Das ist kein Pappenstiel.Leerverkäufer sind die Käufer von morgenDie Sanierungsstrategie, die Beiersdorf nun eingeleitet hat, klingt vielversprechend: Die Kernmarke Nivea soll durch Neuentwicklungen und günstigere Positionierung im Markt besser auf Verbraucher und einzelne Regionen zugeschnitten werden, die Werbeausgaben werden massiv aufgestockt. Bis 2027 soll damit wieder mehr Umsatz erzielt werden, von 2028 an nachhaltig mehr Gewinn.Dass Beiersdorf selbst im schwierigen Jahr 2026 wahrscheinlich eine Nettorendite von gut neun Prozent erzielen dürfte und die Bilanz eine der besten aller Dax-Unternehmen ist, spricht für die Hanseaten. Und besonders teuer ist die Aktie bei möglichen Einstiegskursen zwischen 70 und 80 Euro auch nicht mehr.Was oft vergessen wird: Shortseller sind zugleich zukünftige Käufer der Aktien, weil diese ja irgendwann an den Verleiher zurückgegeben werden müssen. Passiert aber plötzlich das Gegenteil dessen, was sie erwarten und die Aktie steigt, müssen Shortseller, um ihre Verluste zu begrenzen, sich recht zügig eindecken.Der Kaufdruck verstärkt sich, je mehr Aktien zuvor leer verkauft worden sind und jetzt zurückgekauft werden müssen. Die hohe Nachfrage trifft auf ein Angebotsvakuum. Die wenigen verbliebenen Verkaufswilligen können immer höhere Kurse verlangen. Die Shortseller sollten sich bei Beiersdorf besser beeilen. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick











