Der Widerstand gegen die geplante Abschaffung der Rente nach 45 Beitragsjahren wächst von Tag zu Tag. Inzwischen lehnen bereits sieben Bundesländer die Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 ab. Auch Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sowie die SPD-geführten Länder Saarland und Bremen haben sich dem ursprünglichen Protest aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt angeschlossen.
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) warnt zwar eindringlich davor, die zentralen Elemente des Rentenpakets infrage zu stellen, „bevor sie überhaupt umgesetzt sind“. Das mache den Geschäftsführer Steffen Kampeter „fassungslos“, sagte er der Bild-Zeitung. Unterstützung erhalten die Länder dagegen vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Die Abschaffung werde der Lebensrealität vieler Beschäftigter gerade in Ostdeutschland nicht gerecht, argumentiert der DGB.
Ostdeutsche Regierungschefs führen den Protest an
Selbst innerhalb der Union wächst damit der Druck auf Merz. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze drohte bereits damit, einem Rentenpaket mit der Abschaffung der Rente nach 45 Beitragsjahren im Bundesrat nicht zuzustimmen. Auch CDU-Arbeitnehmerchef Dennis Radtke fordert verlässliche Übergangsregelungen für besonders langjährig Versicherte. Gleichzeitig pocht Unionsfraktionschef Thorsten Frei darauf, an der Abschaffung festzuhalten.











