Streamer-Tod erschüttert Frankreich – Haft für BeteiligteDer Tod von Jean Pormanove löste in Frankreich grosse Bestürzung aus. Nun hat ein Gericht klare Konsequenzen für die Beteiligten gezogen – inklusive Social-Media-Verbot.05.08.2026, 17.35 Uhr2 LeseminutenRaphaël Graven war im Netz als Jean Pormanove bekannt.IMAGO/© Social Media via Bestimage / Imago(dpa) Nach dem Tod eines bekannten Streamers in Frankreich vor laufender Kamera hat ein Gericht in Nizza zwei an den Sendungen beteiligte Männer wegen schwerer Körperverletzung sowie Anstiftung zu Hass, Gewalt im Internet und Diskriminierung verurteilt. Der eine erhielt zwei Jahre Haft auf Bewährung und eine Geldstrafe von 10 000 Euro, der andere wurde zu einer 18-monatigen Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe von 5000 Euro verurteilt. Ausserdem wurden beide für sechs Monate von der Nutzung sozialer Netzwerke ausgeschlossen und ihre gesamte IT-Ausrüstung wurde eingezogen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Der Tod des während seiner Übertragungen immer wieder misshandelten Streamers mit dem Künstlernamen Jean Pormanove hatte Frankreich im Sommer vergangenen Jahres schockiert. Die nun verurteilten Männer im Alter von 24 und 27 Jahren hatten den Kanal betrieben, auf dem auf Pormanove wenige Stunden vor seinem Tod eingeschlagen wurde. Später erlitt der 46-Jährige im Schlaf einen Erstickungsanfall und rührte sich nicht mehr. Eine Obduktion ergab aber, dass der Streamer nicht durch Misshandlung, sondern aus einem medizinischen Grund starb.Extreme ChallengesDer Streamer mit Hunderttausenden von Followern nutzte verschiedene soziale Plattformen für Gaming-Übertragungen, unterzog sich dort aber auch freiwillig immer wieder extremen Challenges. Am Ende ging dem Streamer die Gewalt aber wohl selbst zu weit. «Ich habe es satt, ich will weg», schrieb er laut dem Sender BFMTV an seine Mutter.Wegen früherer Hinweise auf Misshandlungen hatte die Staatsanwaltschaft bereits vor dem Tod des Streamers die an den Live-Übertragungen Beteiligten befragt, die aber – wie auch Pormanove zu dem Zeitpunkt – von einer Inszenierung gesprochen hatten, mit der sie Geld verdienten.Passend zum Artikel
Tod von Jean Pormanove: Haft und Netz-Sperre für Beteiligte des Streamer-Dramas
Der Tod von Jean Pormanove löste in Frankreich grosse Bestürzung aus. Nun hat ein Gericht klare Konsequenzen für die Beteiligten gezogen – inklusive Social-Media-Verbot.










