Fast überall auf der Welt nimmt die Zahl der älteren Menschen beständig zu. Bei der Bundestagswahl 2025 war der Anteil der über 60-jährigen Wählerinnen und Wähler schon doppelt so groß wie der Anteil der 18- bis 29-jährigen. In den ostdeutschen Bundesländern Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern, in denen im September Landtagswahlen anstehen, prägen die älteren Wähler die Situation wegen der hohen Abwanderung jüngerer Menschen noch stärker als im Westen. Über die Frage, wie man damit nicht nur in Wahlzeiten politisch klug umgehen könnte, haben in Deutschland zuletzt wenige so intensiv nachgedacht wie der Aachener Politikwissenschaftler Emanuel Richter.