Nach zwei Anschlägen auf das Haus geflüchteter Familien haben diese Angst vor weiteren Angriffen. Die Solidarität vor Ort macht ihnen Hoffnung.

Nicht Feuer gefangen: Brandspuren am Haus der Geflüchteten

Flüchtlingsrat Bremen

Die Be­woh­ne­r:in­nen haben Angst. Nach zwei Anschlägen auf das Haus geflüchteter Familien in Bremen-Sebaldsbrück fordern die Betroffenen Aufklärung. Insgesamt zehn Menschen wohnen in dem Haus in der Zeppelinstraße, das vor etwas über einer Woche Ziel der Anschläge wurde. Es handelt sich um zwei geflüchtete Familien, eine syrische und eine jesidische, darunter sieben Kinder von denen die meisten unter zehn Jahre alt sind.

Fotos der Fassade zeigen den Ruß, den die Brandsätze hinterlassen haben. Der erste Anschlag ereignete sich am 27. Juli. Laut Polizei sollen es zwei Personen gewesen sein, die gegen 23 Uhr die beiden Molotowcocktails gegen das Haus warfen. Vorbeifahrende Zeugen haben die Tat beobachtet und durch hupen auf das Feuer aufmerksam gemacht. Anwohner konnten es löschen. Die beiden Täter sollen zu Fuß geflüchtet sein.