Bayern baut ein neues Abschiebeterminal und steckt Asylsuchende in ein Gefängnis. Katharina Grote vom Bayerischen Flüchtlingsrat äußert große Sorgen.
Protest gegen den Bau des Abschiebeterminals am Münchner Flughafen im Mai 2026
Wolfgang Maria Weber/imago
taz: Frau Grote, der Münchner Flughafen soll ein Abschiebeterminal bekommen. Was genau ist geplant?
Katharina Grote: Zwei Charterabschiebungen und 100 Einzelrückführungen sollen von dem Münchner Abschiebeterminal zukünftig möglich sein – pro Tag. Die Planung des Terminals hatte bereits 2022 begonnen, am 14. Juli stimmte schließlich der Aufsichtsrat des Münchner Flughafens zu. Damit hat er die Chance vertan, dieses überdimensionierte, höchst fragwürdige Projekt zu verhindern. Nur der Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause und die beiden Vertreterinnen von Verdi hatten dagegen gestimmt. Das Planungsfeststellungsverfahren läuft auch bereits, unmittelbar danach soll mit dem Bau begonnen werden.






