Auf dem Frankfurter Willy-Brandt-Platz stehen seit Dienstag Busse, die als Kühlmobile genutzt werden können. Das Angebot richtet sich in erster Linie an Obdachlose. Deren Situation ist derzeit dramatisch, wie Elke Voitl (Die Grünen), Sozial- und Gesundheitsdezernentin der Stadt, sagte. „Wir erleben Tag für Tag eine Naturkatastrophe.“ Das zeigten auch die Zahlen der Notfälle in den sozialen Einrichtungen. Obdachlose Menschen könnten sich der extremen Hitze meist nicht entziehen. Daher freue sie sich, dass die Stadt in Zusammenarbeit mit der Johanniter-Unfall-Hilfe die beiden Kühlmobile aufstellen könne.Die Kühlmobile sind zwei ausrangierte Busse, die mit mobilen Klimageräten ausgestattet und täglich von 13 bis 19 Uhr geöffnet sind. Das Angebot soll zunächst bis Ende August bestehen, könnte aber bei Bedarf verlängert werden. Helfer der Johanniter bieten in den beiden Bussen Trinkwasser an und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Auch ein Sicherheitsdienst steht bereit.Den Strom erhalten die Kühlgeräte aus dem benachbarten Gebäude der Städtischen Bühnen. Die Busse stehen allen Menschen offen, wie Oliver Pitsch, Regionalvorstand der Johanniter, hervorhob: „Dieses Projekt ist für jeden da, der ein bisschen Kühle braucht. Jeder ist eingeladen, einen Moment zu verweilen und durchzuatmen.“