Die Serie von Enthüllungen über alarmierende Hacker-Fähigkeiten führender KI-Modelle reißt nicht ab. Jetzt ertappten britische Sicherheitsforscher eine Künstliche Intelligenz in einem Testlauf beim Versuch, in Eigeninitiative eine Schwachstelle in öffentlich zugängliche Software einzuschleusen. Um damit durchzukommen, versuchte das KI-Modell der Entwicklerfirma Anthropic den Experten zufolge sogar, per E-Mail einen zuständigen Menschen zu manipulieren.
Das KI-Sicherheitsinstitut des britischen Ministeriums für Wissenschaft, Innovation und Technologie hatte den Modellen von Anthropic und des ChatGPT-Entwicklers OpenAI in seinen Tests der Cyberangriffsfähigkeiten absichtlich Zugang zum Internet gewährt. Man habe „nicht vorhergesehen“, dass das Anthropic-Modell Mythos 5 den Internet-Zugang für Aktivitäten ausnutzen würde, die sich gegen Menschen richten, so die Forschenden. Man sei davon ausgegangen, dass die KI sich nur Software-Werkzeuge aus dem Netz holen würde, um die gestellte Aufgabe zu erfüllen.
Die Forscher räumten auch ein, dass sie das Vorgehen erst nachträglich über eine Auswertung des Datenverkehrs entdeckten. In künftigen Tests wollen sie die Datenströme in Echtzeit besser beobachten.










