Für manche ist er ein putziger Zeitgenosse mit dunkler Augenmaske, für viele andere ein Eindringling, der heimische Arten bedroht. Den Waschbären (Procyon lotor) gibt es in Deutschland schon seit fast 100 Jahren, inzwischen sind die Tiere als invasive Art wohl flächendeckend verbreitet – bei stetig steigender Dichte.
Mit geschätzt mehr als zwei Millionen Individuen bundesweit zählen die bis zu einem Meter langen und knapp zehn Kilogramm schweren Waschbären zu den häufigsten wild lebenden Raubsäugern, sagt Dorian Dörge vom Forschungsprojekt Zowiac (Zoonotische und Wildtierökologische Auswirkungen Invasiver Carnivoren) der Universität Frankfurt am Main. Und mit der kontinuierlichen Zunahme der Bestände stiegen die angerichteten Schäden, betont er.
Stadtwild
Waschbären auf Streifzug: Berliner Gärten im Visier
„Wir können nicht länger abwarten“, sagt der Biologe und fordert eine intensive Bejagung. „Der Waschbär muss so stark dezimiert werden, dass er gefährdete Arten nicht mehr bedrohen kann. Je länger man damit wartet, desto höher wird der Preis, den man dafür zahlen muss.“






