Vor meiner Tür wurde noch keiner umgebracht. Das muss gesagt werden. Denn viele Bürger fühlen sich in freier Wildbahn unsicherer als noch vor – nehmen wir ein x-beliebiges Jahr – 2015. Kriminologen erklären das damit, dass Einzelfälle medial überbetont würden. Freibad. Bahnsteigkante. Weihnachtsmarkt. Nie aber macht es Schlagzeilen, wenn Lisa B. aus Schmargendorf abends unangefochten ihre Wohnung erreicht.Zwar hat das Land sich – was Frau Göring-Eckardt vor elf Jahren heiß ersehnte – drastisch verändert. Auf offener Straße passieren jetzt Sachen, die man aus der altmodischen BRD eher weniger zu kennen glaubt. Stand „Gruppenvergewaltigung“ schon im Duden? Aber sehr viel häufiger, millionenfach, erreichen Menschen auch heute noch Tag für Tag wohlbehalten ihr Heim. Doch das Volk ist undankbar. Es reagiert gereizt, weil gerade ein Trierer Student von einem Afghanen erstochen wurde, einfach so, en passant.Am selben Tag tollte ein anderer Schutzsuchender, Klinge voran, über den Ruhpoldinger Bahnhof. In Berlin endete der Christopher Street Day vorzeitig. Das Todesopfer kam aus Warschau. Dort kennen sie keinen islamistischen Terror. Ob manche Polen einen Deutschlandbesuch inzwischen als Mutprobe betrachten? Ich könnte es nachvollziehen.
Auf dem Kudamm unter Feuer? So weit ist Berlin vom Schuss
Die Zahl der Berliner Schusswaffendelikte hat sich gerade auf drei pro Tag erhöht. Doch unser Kolumnist beruhigt Touristen: Bleibt lockerer als die Knarren sitzen!












