Während halb Frankfurt noch im Freibad liegt, geht es für die Eintracht-Frauen am Brentanobad schon wieder ums Weiterkommen. Drei Monate nach dem letzten Pflichtspiel und vier Wochen nach dem Trainingsauftakt im Juli starten sie an diesem Mittwoch (19.00 Uhr bei EintrachtTV) als erster und einziger Bundesligaverein in die neue Saison – und zwar sofort im K.-o.-Modus.Zum fünften Mal in Serie hat sich das Team als Ligadritter die Berechtigung für die Teilnahme an dem europäischen Wettbewerb erspielt, der Sprung in die Gruppenphase der Champions League gelang bislang aber nur einmal, in der Saison 2023/24. Der Sieg beim Miniturnier der zweiten Qualifikationsrunde im heimischen Stadion soll nun den Einzug in die dritte und letzte Runde vor der Königsklasse sichern.„Wir sind noch mitten in den Vorbereitungen“Bei der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen AC Omonia Nikosia aus Zypern zeigt sich der Trainer vorsichtig zuversichtlich: „Wir sind noch mitten in den Vorbereitungen, die Mannschaft macht aber einen guten und frischen Eindruck.“ Man habe die vergangenen Wochen gut genutzt und tue wie immer alles, um in die nächste Runde zu kommen.Über den Gegner selbst könne er vorab nur wenig sagen, an aktuelle Informationen sei kaum heranzukommen. Das Team aus der zyprischen Hauptstadt nimmt in dieser Saison erstmals überhaupt an einer Champions-League-Qualifikation der Frauen teil. Für Arnautis ist dennoch klar: „Wir wollen zeigen, was uns ausmacht.“ Es gehe vor allem darum, den Gegner so zu bespielen, dass sich Räume öffnen – Räume, die Omonia nach seiner Erwartung möglichst klein halten wird.Neben ihm sitzt Sara Doorsoun. Die 34 Jahre alte Abwehrspielerin zeigt in den zurückliegenden Wochen viel mediale Präsenz und übernimmt damit zunehmend eine Rolle, die bislang ihre Teamkollegin Laura Freigang ausfüllte, um die es zuletzt merklich ruhiger geworden ist. Gegen die Nationalstürmerin ermittelt weiterhin der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes.Freigang selbst hat sich bislang kaum geäußert, das Team steht jedoch hinter ihr – das machte auch Katharina Kiel, Direktorin Frauenfußball bei der Eintracht, schon vor der Pressekonferenz deutlich, wie die dpa mitteilte: „Als Klub stehen wir hinter Laura, und sie erhält von uns im Rahmen unserer Möglichkeiten die maximale Unterstützung.“Auch für Arnautis ist die Sache eindeutig. Bereits zu Beginn der Presserunde stellt er klar, dass Freigang auch in dieser Saison Kapitänin bleibt: „Das ist für uns gar kein Thema. Würden wir nicht jeden Tag daran erinnert werden, hätten wir es schon vergessen.“„Ich habe ein gutes Gefühl“Über große Ziele wollen Arnautis und Doorsoun an diesem Tag noch nicht sprechen. Bevor man Ansprüche formuliere, so der Trainer, müsse die Mannschaft erst zusammenwachsen. Umso deutlicher fällt sein Lob für das Team aus: Trotz der großen personellen Umbrüche in der jetzigen sowie der vorigen Saison habe die Mannschaft zeigen können, was in ihr stecke.Auch Rückkehrerinnen wie Torhüterin Sophia Winkler und Amanda Nildén seien wieder mit dabei und machten sichtbar Fortschritte. Nun wolle man sich komplett auf sich konzentrieren. „Wichtig ist, dass wir so weit sind, dass wir die Spiele in dieser Woche für uns entscheiden. Ich habe ein gutes Gefühl.“Sollte es am Samstag nicht für den Turniersieg reichen, ist der europäische Herbst für die Frankfurterinnen dennoch nicht vorbei: Als Zweit- oder Drittplatzierte des Miniturniers könnten sie in den Europa Cup wechseln. Dort waren sie bei der Premiere in der vergangenen Saison im Halbfinale am späteren Titelträger BK Häcken gescheitert.Der Fokus des Trainers liegt an diesem Nachmittag aber ohnehin nur auf dem nächsten Schritt: „Es geht darum, dass wir ein gutes Spiel machen. Wenn wir ein gutes Spiel machen, ist die Chance groß, dass wir ins Finale kommen.“