PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsNiedrigwasser lässt Preise weiter steigenSpritkosten in DeutschlandStand: 11:36 UhrLesedauer: 3 MinutenEin deutlicher Rückgang der Spritpreise in Deutschland ist vorerst nicht in Sicht. Das Niedrigwasser im Rhein könnte sogar für eine weitere Verteuerung von Diesel und Benzin sorgenQuelle: SP-XDie Spritpreise haben in Deutschland erneut Rekordhöhen erreicht. Angesichts der dramatischen Dürresituation dürften weitere Kostensprünge anstehen. SP-X/München. Tanken ist im Juli für deutsche Autofahrer deutlich teurer geworden. Vor allem der Dieselpreis legte nach einer Auswertung des ADAC kräftig zu. Kostete der Liter am 5. Juli im bundesweiten Tagesmittel noch rund 1,95 Euro, waren es am Monatsende 2,23 Euro. Das entspricht einem Anstieg um 28 Cent. Super E10 verteuerte sich zwischen dem günstigsten und dem teuersten Monatstag um 15 Cent von 2,02 auf 2,17 Euro.

Im Monatsmittel kosteten sowohl Super E10 als auch Diesel knapp 2,10 Euro je Liter. Benzin blieb damit nur einen Cent unter seinem bisherigen Monatshöchststand vom April 2026. Diesel war zunächst noch deutlich günstiger als im Rekordmonat April, als durchschnittlich 2,26 Euro verlangt wurden.

Als wichtiger Treiber der neuen Spritpreisspitzen gilt die im Zuge des Iran-Kriegs für die Schifffahrt gesperrte Straße von Hormus. Die Sperrung der für den Welthandel bedeutsamen Route verteuerte Rohöl zeitweise auf mehr als 100 Dollar je Barrel. Der ADAC weist allerdings auf eine Diskrepanz zwischen Weltmarkt und Zapfsäule hin: Obwohl der Ölpreis bis Ende Juli auf deutlich unter 90 Dollar zurückfiel, wurden Kraftstoffe kaum billiger oder verteuerten sich sogar weiter. Der Club fordert deshalb eine Untersuchung durch das Bundeskartellamt und eine Überprüfung der Raffinerie- und Großhandelspreise. Der Verdacht: Mineralölunternehmen könnten die angespannte Marktlage nutzen, sinkende Beschaffungskosten nur verzögert oder unvollständig an die Kunden weiterzugeben und dadurch ihre Margen auszuweiten.