München (dpa/lby) - Die Ausbildungszahlen in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie sinken deutlich. Für das laufende Jahr rechnen die Arbeitgeberverbände bayme und vbm mit einem Rückgang der neu abgeschlossenen Verträge um gut 10 Prozent auf etwa 12.000, wie sie mitteilen. Dabei war es schon vergangenes Jahr um rund 11 Prozent nach unten gegangen. Hinter dem Rückgang stecken zwei Treiber, wie Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt betont: Einerseits trifft die aktuelle Krise die Metall- und Elektroindustrie in Bayern besonders stark, sodass auch der sonst so stabile Ausbildungsmarkt nicht davon verschont bleibe. Andererseits gebe es weiter einen Mangel an geeigneten Bewerbern.Immerhin für das kommende Jahr rechnet Brossardt aber nicht mit einem weiteren Rückgang, sondern einer Stabilisierung. Auch wenn die Lage weiter angespannt sei, sei eine Bodenbildung erkennbar. Die Übernahmesituation ist relativ stabil: Knapp 90 Prozent der Absolventen werden aktuell unbefristet übernommen. Hier erwarten die Arbeitgeber aber eine Verbesserung im kommenden Jahr auf dann 96 Prozent.© dpa-infocom, dpa:260805-930-486265/1