Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesAngriff mit ballistischen Raketen auf Kiew – viele Tote und VerletzteSelenskij entlässt Botschafterin in WashingtonRussland: Tote und Verletzte nach ukrainischen GegenangriffenSelenskij ernennt Umjerow zum neuen GeheimdienstchefRussland meldet wieder Angriff auf Wildberries-LagerAngriff mit ballistischen Raketen auf Kiew – viele Tote und VerletzteRussland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihre Umgebung in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Nach Angaben des Rettungsdienstes wurden 14 Menschen getötet. 27 weitere Menschen seien verletzt worden. Zudem seien mehrere Lagerhäuser in der Region beschädigt worden. Im Kiewer Bezirk Holossijiw seien zwei Verletzte aus den Trümmern eines Lagergebäudes geborgen worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Eine Such- und Rettungsaktion dauerte noch an. Es werde befürchtet, dass sich noch weitere Menschen unter den Trümmern befinden könnten. Im Bezirk Obolon seien mehrere Brände ausgebrochen. Im Bezirk Desna geriet laut Klitschko ebenfalls ein Lagerhaus in Brand, Trümmerteile einer Rakete seien in der Nähe eines Wohngebiets heruntergefallen.Erst in der Nacht zum Samstag hatte Russland Kiew mit heftigen Angriffen mit ballistischen Raketen überzogen. Dabei wurden mindestens neun Menschen getötet und mehr als 30 weitere verletzt. Die Ukraine hat nach eigenen Angaben nicht mehr genug Abfangraketen, um Russlands Angriffe mit ballistischen Raketen erfolgreich abzuwehren.Wildberries-Lager in Samara nach Angriff abgebranntEin bei einem ukrainischen Drohnenangriff getroffenes Lagerhaus des Onlinehändlers Wildberries in der russischen Region Samara ist vollständig ausgebrannt. Alle dort gelagerten Waren seien zerstört worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf einen Vertreter der Regionalregierung.Ukrainische Drohnen hatten das Lagerhaus am Sonntag angegriffen, wie der Gouverneur der Region mitgeteilt hatte. Der Standort liegt etwa 800 Kilometer von den vordersten ukrainischen Militärstellungen entfernt.Ukraine: Tote durch russische AngriffeNach Angaben aus der Ukraine hat es an diesem Dienstag infolge russischer Angriffe mehrere Todesopfer gegeben. In der nordostukrainischen Stadt Sumy wurden dem Chef der Militärverwaltung zufolge zwei Mädchen im Alter von fünf und zehn Jahren sowie eine Frau getötet. Russland habe Gleitbomben eingesetzt. Davon seien sechs in zivile Infrastruktur eingeschlagen, zwei konnten demnach abgewehrt werden.In Mykolajiw im Süden der Ukraine kam nach Angaben des Militärgouverneurs eine 89-Jährige ums Leben. Sieben weitere Menschen wurden demnach verletzt. Mehrere Wohnhäuser und ein Auto seien beschädigt worden.Sewastopol: Russischer Soldat erschießt mehrere MenschenAuf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim hat ein russischer Soldat nach Behördenangaben mindestens vier Menschen erschossen. Er habe zuerst das Feuer auf Kameraden eröffnet und dabei einen Militärangehörigen getötet, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Stadt Sewastopol, Michail Raswoschajew, auf Telegram mit. Anschließend habe der Soldat im Nachbardorf Chmelnizkoje drei Zivilisten umgebracht und drei weitere verletzt. Der mutmaßliche Täter sei festgenommen worden. Zum Motiv der Tat wurde bisher nichts bekanntgegeben.Lilly ZerbstRussland meldet mehrere ukrainische DrohnenangriffeAm frühen Dienstagmorgen hat Russland mehrere ukrainische Drohnenangriffe auf russisches Gebiet gemeldet. Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Region Moskau starben nach russischen Angaben fünf Menschen. Zudem gab es sechs Verletzte. Das teilte der Gouverneur der Region, Andrej Worobjow, auf Telegram mit. Insgesamt seien in der Nacht auf Dienstag nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums 320 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört worden.Außerdem wurden in der Nähe des russischen Schwarzmeerhafens Noworossijsk nach Angaben der türkischen Schifffahrtsbehörde bei einem Drohnenangriff auf das Frachtschiff "Nadezhda" drei Besatzungsmitglieder schwer verletzt. Am Montag kommen bei einer mutmaßlichen Drohnenexplosion am Badeort Archipo-Ossipowk im Südwesten Russlands sieben Menschen ums Leben. Das teilte die örtlichen Behörden mit. Weitere 40 Menschen wurden verletzt. Ein Video von der Explosion am Badestrand kursierte am Montag in den sozialen Medien und wurde durch die New York Times verifiziert.Russland: Wildberries-Lager in Twer bei Angriff beschädigtBei einem ukrainischen Drohnenangriff ist nach russischen Angaben ein Lagerhaus des Onlinehändlers Wildberries in der Region Twer getroffen worden. Das Gebäude sei beschädigt worden, teilte Gouverneur Vitali Koroljow mit. Es sei niemand verletzt worden. Zuvor hat Wildberries mitgeteilt, dass sein Lager in der Nähe von Sankt Petersburg in Brand geraten sei. Es gebe keine Verletzten.Selenskij entlässt Botschafterin in WashingtonDer ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat die Botschafterin in den USA, Olha Stefanischyna, von ihrem Amt entbunden. Das Präsidialamt in Kiew veröffentlichte den Erlass mit der Veränderung auf dem für die Ukraine überragend wichtigen Posten in Washington. Die frühere Vizeministerpräsidentin Stefanischyna schrieb auf Facebook, sie habe selbst um ihre Entlassung gebeten.Mit Berichten über eine mögliche Ablösung der Botschafterin hatte in Kiew Mitte Juli Selenskijs jüngste Regierungsumbildung begonnen. Nachfolgerin hätte demnach die abgelöste Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko werden sollen, die den Posten aber Medienberichten zufolge abgelehnt hat. Derzeit ist über eine Nachfolgeregelung nichts bekannt.Sowohl Stefanischyna in Washington als auch Swyrydenko von Kiew aus ist es gelungen, einen guten Draht zur Führung von US-Präsident Donald Trump zu halten - trotz der wechselhaften Ukraine-Politik der US-Regierung. Zuletzt versprach Trump der Ukraine eine Lizenz zum Bau von Patriot-Flugabwehrraketen, stellte seine Zusage aber wenig später wieder infrage.Lilly ZerbstUkraine: Mehrere Tote nach russischem Angriff auf TankstelleBei einem russischen Angriff auf eine Tankstelle in der Südostukraine sind mindestens drei Menschen getötet worden. Darunter sei ein acht Jahre alter Junge. Das teilt der Chef der Militärverwaltung der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf Telegram mit. Sechs weitere Menschen im Alter von 20 bis 60 Jahren seien bei der Attacke auf die Tankstelle im Kreis Krywyj Rih verletzt worden. Ein Feuer sei am Einschlagsort ausgebrochen.Lilly ZerbstRussland: Tote und Verletzte nach ukrainischen GegenangriffenIn der Schwarzmeerregion sind infolge ukrainischer Gegenangriffe nach russischen Angaben mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Sechs Personen wurden dem Gouverneur des russischen Gebiets Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, zufolge in dem kleinen Badeort Archipo-Ossipowka getötet. Drei von ihnen seien minderjährig. Weitere rund 40 Menschen seien verletzt worden. Kondratjew zufolge waren Drohnentrümmer herabgestürzt. Er warf Kiew einen Angriff auf die Zivilbevölkerung vor, die nichts mit Militärinfrastruktur zu tun habe. Auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim stieg die Zahl der Toten infolge eines ukrainischen Angriffs nach Angaben des von Moskau eingesetzten Statthalters Sergej Aksjonow auf vier Menschen. Zuvor hatte er von drei Toten und zwei Verletzten gesprochen. Details nannte er nicht. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Morgen mit, 131 ukrainische Drohnen über russischen Regionen und der annektierten Krim abgewehrt zu haben. Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar, lassen aber Rückschlüsse auf die Intensität der ukrainischen Gegenangriffe zu.Lorenz ZeckSelenskij ernennt Umjerow zum neuen GeheimdienstchefDer ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat den Chefunterhändler Rustem Umjerow zum neuen Chef des Auslandsgeheimdienstes ernannt. Umjerow, der auch schon Verteidigungsminister gewesen war, bleibe in der neuen Funktion weiter zuständig für die zuletzt unter US-Vermittlung geführten Verhandlungen mit Russland, teilt Selenskij mit.Zuletzt war Umjerow Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates. Als Geheimdienstchef soll er auch den Export ukrainischer Drohnen sowie deren Integration in die Verteidigungssysteme anderer Staaten koordinieren, sagte Selenskij bei einem Treffen mit Diplomaten. Demnach gibt es inzwischen Verträge mit neun Staaten, weitere Abkommen seien geplant.Russland meldet wieder Angriff auf Wildberries-LagerBei einem neuen ukrainischen Drohnenangriff auf den größten russischen Versandhändler Wildberries ist laut Angaben aus Russland ein Logistikzentrum im Gebiet Wladimir in Brand geraten. Die Mitarbeiter seien in Sicherheit gebracht worden, teilte das Unternehmen mit. Gouverneur Alexander Awdejew sprach von zwei Verletzten.Die Ukraine greift seit Mitte Juli die Wildberries-Anlagen an und wirft dem Versandhändler vor, auch Bedarf für den russischen Angriffskrieg zu liefern. Russische Behörden dagegen sprechen von Terroranschlägen gegen zivile Infrastruktur. Der Angriff im Gebiet Wladimir – ungefähr 190 Kilometer östlich von Moskau – war der mittlerweile 18., wie russische Medien berichteten.Nach Schätzungen von Wirtschaftsanalysten hat Wildberries durch die seit Wochen andauernden Angriffe bisher etwa 20 Prozent seiner Lagerkapazitäten verloren. Der Schaden wird auf 280 Milliarden Rubel (etwa drei Milliarden Euro) geschätzt.Zudem gab es am Montagmorgen in der russischen Stadt Belgorod Berichte über Angriffe aus der Ukraine auf die technische Universität. In sozialen Netzwerken kursierten nicht sofort überprüfbare Aufnahmen, die das brennende Hochschulgebäude zeigen sollen. Der Telegram-Kanal „Pepel“ (Deutsch: Asche) meldete, dass das Bauwerk komplett ausgebrannt sei. Behördenangaben gab es dazu bisher nicht. Die Universität gilt als ein regionales Zentrum für die Entwicklung und Erprobung von Drohnen. Sie hatte mit der Studienrichtung auch offiziell um Studenten in sozialen Netzwerken geworben.Tote und Verletzte bei russischem Angriff auf Saporischschja Bei russischen Luftangriffen auf die ukrainische Großstadt Saporischschja sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere 21 Personen seien bei den Explosionen zweier Gleitbomben in der Stadt verletzt worden, teilte der regionale Militärverwalter Iwan Fedorow auf Telegram mit. Mehrere Wohnhäuser seien bei dem Angriff beschädigt worden. In der südukrainischen Stadt Cherson wurde bei einem Drohnenangriff auf ein Auto eine Frau getötet, wie die Regionalverwaltung mitteilte. Zwei weitere Insassen des Wagens wurden dabei verletzt.Selenskij: Schiff im Asowschen Meer versenktInfolge eines ukrainischen Angriffs ist im Asowschen Meer ein russisches Schiff gesunken. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij schrieb bei Telegram von Attacken im Schwarzen und im Asowschen Meer. Details nannte er zu einem Schiff, das eine Ladekapazität von 100 000 Tonnen habe, unter russischer Flagge unterwegs gewesen sei und „dank der Treffsicherheit“ ukrainischer Streitkräfte gesunken sei.Von russischer Seite bestätigte der staatliche Atomkonzern Rosatom den Untergang des Schiffs. Es gehört demnach zu dem mit EU-Sanktionen belegten Logistikunternehmen FESCO, das wiederum zu Rosatom gehört. Das Schiff sei mit zwei Drohnen mehr als 200 Kilometer vor Noworossijsk angegriffen worden. „Das war ein ganz gewöhnliches, ziviles Containerschiff, das in internationalen Gewässern zivile Güter transportierte“, wird Rosatom-Chef Alexej Lichatschow zitiert. Er warf Kiew Piratentum und Seeräuberei vor. Die 17 Besatzungsmitglieder seien von einem anderen Schiff und Marinefliegern der russischen Schwarzmeerflotte gerettet worden. Erneut heftige russische Angriffe auf Kiew – neun ToteErneut hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht mit ballistischen Raketen angegriffen und dabei viele Menschen getötet und verletzt. Nach Behördenangaben wurden mindestens neun Menschen getötet und insgesamt mehr als 30 verletzt, unter ihnen zwei Teenager. Der Bürgermeister der Millionenstadt, Vitali Klitschko, berichtete auf der Plattform Telegram, in mehreren Bezirken seien Wohnhäuser und Gewerbegebäude beschädigt worden sowie Autos in Brand geraten. Ein fünfstöckiges Wohnhaus sei durch herabstürzende Raketentrümmer beschädigt worden, in ihm seien Menschen eingeschlossen, schrieb Klitschko. Zuvor hatte er von Explosionen in der Stadt berichtet und mitgeteilt, Kiew werde mit ballistischen Raketen angegriffen. Die Menschen sollten in Schutzräumen bleiben. Erneut verbrachten viele Bewohner die Nacht in U-Bahnstationen oder im Freien. Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst noch unklar.Die Ukraine konnte nach den Worten ihres Präsidenten Wolodimir Selenskij bei den russischen Angriffen nur eine von 27 ballistischen Raketen abgeschossen. Seinem Land fehlten Abfangraketen für die US-Patriot-Systeme, sagte Selenskij. Russland habe insgesamt 35 Raketen abgefeuert, darunter 27 ballistische Raketen und 185 Kampfdrohnen. Ballistische Raketen sind aufgrund ihrer Geschwindigkeit schwieriger abzuwehren. Als einzig wirklich wirksames Mittel dagegen gelten moderne Patriot-Systeme.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine News: Gemüsehändler in Cherson angegriffen – Selenskij: Drohnen-„Safari“
Ein Video in den sozialen Medien zeigt, wie ein Händler von einer russischen Drohne verfolgt wird. Der ukrainische Präsident sagt, dies sei kein Einzelfall.






