Stand: 05.08.2026 • 05:03 Uhr

Die Abschaffung der "Rente mit 63" gilt als ein entscheidender Baustein der Rentenreform der Bundesregierung. Doch der Widerstand dagegen wird lauter. Wer profitiert eigentlich von der Frühverrentung? Und wer will daran festhalten?

Die Ausgangslage

Immer mehr Rentner, immer weniger Beitragszahler, eine steigende Lebenserwartung und ein Rentensystem, dessen Finanzierung schon jetzt jährlich mit vielen Milliarden Euro vom Bund bezuschusst werden muss: Das ist die nicht wirklich neue Ausgangslage, die die Bundesregierung zum Handeln zwingt. Sie will die Rente nun reformieren und sich dabei an den Empfehlungen der von ihr eingesetzten Rentenkommission orientieren.

Die Experten legten 33 Vorschläge vor - und einer wird besonders heftig debattiert. Es geht um die geforderte Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren - in der Debatte immer "Rente mit 63" genannt, obwohl das faktisch nicht mehr zutrifft. Die Bundesregierung hatte kurz nach dem Bekanntwerden der Pläne verkündet, sie wolle die Vorschläge der Kommission in Gänze umsetzen. Nun gibt es massiven Gegenwind, besonders aus den Bundesländern. Das könnte für die Bundesregierung ungemütlich werden, denn das Rentenpaket muss auch durch den Bundesrat.