Stand: 05.08.2026 • 02:53 Uhr

Viele Länder kürzen ihre Gelder für Entwicklungshilfe - mit verheerenden Folgen: Das Welternährungsprogramm warnt vor einer Ernährungskrise in Afghanistan, die "außer Kontrolle gerät" - besonders bei Kindern.

Die Hungerkrise in Afghanistan nimmt nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP) immer verheerendere Ausmaße an. Die Kürzung der Entwicklungshilfe vieler Geberländer bedeute, dass das Programm der Vereinten Nationen nur noch eins von neun unterernährten Kindern in dem Land unterstützen kann, berichtet der WFP-Landesvertreter für Afghanistan, John Aylieff.

"Die Zahl der Kinder, die in Gesundheitszentren eingeliefert werden, steigt rasant an", erklärte Aylieff. Viele kämen zu spät, um noch gerettet zu werden. Die Ernährungskrise in Afghanistan gerate "außer Kontrolle".

47 Prozent der Minderjährigen seien im ersten Quartal dieses Jahres unterernährt gewesen. Nach UN-Schätzung leben mehr als 48 Millionen Menschen in Afghanistan. Die Auszehrung bei Kindern - die gefährlichste Form der Unterernährung - habe mittlerweile "in einem Drittel der Provinzen des Landes ein kritisches Ausmaß erreicht". Besonders hart treffe es Kinder unter zwei Jahren, so Aylieff.