Die regionale Ministerpräsidentin Marga Prohens sprach in einem Beitrag auf X von einem »humanitären Drama« und forderte die Zentralregierung in Madrid auf zu handeln. Dieses Jahr erreichten nach Angaben des Innenministeriums in Madrid bereits etwa 4000 Migranten die Balearen auf dem Seeweg. Die Inselgruppe ist neben den Kanaren, der Mittelmeerküste und den EU-Exklaven Ceuta und Melilla in Nordafrika eine der wichtigsten Ankunftsregionen für Migranten in Spanien.In der Nacht von Montag auf Dienstag seien nun die beiden Männer aus dem Maghreb gegen drei Uhr morgens etwa 25 Kilometer südwestlich von Mallorca aus dem Meer gerettet worden, heißt es in den Berichten, die von den Behörden bestätigt wurden. Die Überlebenden seien mit Anzeichen von Dehydrierung und Unterernährung in ein Krankenhaus auf Mallorca gebracht worden. 15 Tage lang soll das Boot manövrierunfähig auf dem Meer getrieben sein, die übrigen 17 Menschen seien während der Überfahrt gestorben, werden die beiden Überlebenden zitiert.Die spanische Seenotrettung leitete eine Suchaktion im Gebiet südwestlich von Mallorca ein: Ein Hubschrauber war im Einsatz, Schiffe in der Umgebung wurden aufgefordert, nach möglichen Überlebenden Ausschau zu halten. Ebenfalls am Dienstag bargen Seenotretter und die spanische Polizeieinheit Guardia Civil 15 weitere in Seenot geratene Migranten aus einem Boot rund 55 Kilometer südwestlich von Ibiza.