PfadnavigationHomeSportHandballHeftige VorwürfeEhemaliger Ligakonkurrent stellt Strafanzeige gegen NordhornStand: 18:45 UhrLesedauer: 2 MinutenNordhorns Rückraumspieler Elmar Erlingsson (Mitte) in der vergangenen Saison im Duell gegen den TuSEM EssenQuelle: picture alliance/Dennis Ewert/RHR-FOTOEs ist der größte Skandal des Handball-Sommers. Auslöser sind die finanziellen Probleme und möglicherweise falschen Angaben des früheren Europapokal-Siegers HSG Nordhorn-Lingen. Ein Konkurrent zieht nun die Konsequenzen.Wegen der finanziellen Probleme und des Verdachts möglicherweise falscher Angaben des Handball-Zweitligisten und früheren Europapokal-Siegers HSG Nordhorn-Lingen hat die HSG Krefeld Niederrhein nach eigenen Angaben Strafanzeige erstellt. Zudem werden die verbandsinternen Rechtsbehelfe verfolgt, teilte der mittlerweile in der 3. Liga spielende Klub mit. Die HSG Nordhorn unterhalte einen Kader, „der nicht annähernd ihren wirtschaftlichen Verhältnissen entspricht“, lautet ein Vorwurf.Hintergrund ist, dass die Handball-Bundesliga (HBL) der HSG Nordhorn-Lingen im Frühjahr ohne Auflagen die Lizenz für die Saison 2026/27 erteilt hatte. Die Krefelder sind sportlich aus der 2. Bundesliga abgestiegen, hätten aber als erster Nachrücker davon profitiert, wenn dem langjährigen Bundesligisten und EHF-Pokal-Sieger von 2008 die Lizenz verweigert worden wäre. Der bisherige Zweitliga-Konkurrent hatte deswegen angekündigt, vor das Schiedsgericht der HBL zu ziehen.Was die Handball-Bundesliga der HSG Nordhorn-Lingen vorwirftIm Juli hatte Nordhorn-Lingen eine „wirtschaftlich herausfordernde Situation“ eingeräumt. Als Konsequenz daraus stellte die HBL einen Sechs-Punkte-Abzug für die nächste Saison in Aussicht und machte dem Klub mehrere Auflagen: unter anderem den „kurzfristigen Nachweis“, die Liquiditätslücke auch abdecken zu können.Die HBL wirft der HSG vor, im Lizenzierungsverfahren nicht mit korrekten Zahlen gearbeitet zu haben. „Nach heutigem Kenntnisstand“ bestünden „nicht unerhebliche Abweichungen gegenüber den im Frühjahr 2026 von dem HSG Nordhorn e. V. im Lizenzierungsverfahren für die Saison 2026/27 gemachten Angaben“, heißt es in dem Schreiben.Die Nordhorner erklärten auf ihren Vereinskanälen, der Situation „mit voller Verantwortung“ zu begegnen. „Wir arbeiten eng und lösungsorientiert mit der Lizenzierungskommission der HBL zusammen, um alle geforderten Punkte zügig und vollständig zu erledigen“, heißt es in einer Stellungnahme.pk/dpa