Die Regierung will Pflegebedürftigkeit verringern – nutzt dafür aber den falschen Ansatz. Warum Prävention früher beginnen und umfassender sein muss.

Wer die Zeit hat: jung Treppen steigen, damit es im Alter auch noch klappt

Uwe Umstätter/Westeind61/imago

Die Bundesregierung will mit ihrer Pflegereform viel verändern. Laut dem aktuellen Referentenentwurf sollen Menschen ab dem 60. Lebensjahr zukünftig Anspruch auf gezielte Vorsorgeuntersuchungen haben. Damit soll vor allem Pflegebedürftigkeit verhindert werden.

2023 waren über 5 Millionen Menschen laut Statistischem Bundesamt in Deutschland auf pflegerische Hilfe im Alltag angewiesen – und bis 2055 soll die Zahl um bis zu 34 Prozent steigen. Um das dadurch drohende Milliardendefizit der Pflegeversicherung zu decken, soll die Anzahl der als pflegebedürftig anerkannten Menschen verringert werden. Kann das mit den geplanten Vorsorgeuntersuchungen gelingen?