Höhere Preise und schwache Konjunktur lassen Deutschlands Energieverbrauch im ersten Halbjahr sinken. Die Erneuerbaren bauen ihren Anteil aus.
Erneuerbare Energien legten um 4 Prozent zu, vor allem durch ein starkes Plus bei der Windkraft
Wolfilser/imago
dpa | Der Energiegesamtverbrauch in Deutschland ist im ersten Halbjahr laut einer Prognose um 1,9 Prozent gesunken. Dies geht aus einer Hochrechnung der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) hervor. Hauptgründe dafür sind die unverändert schwache Konjunktur sowie der Anstieg der Energiepreise. Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen sind drei Wirtschaftsverbände sowie fünf Institute, die mit energiewirtschaftlicher Forschung befasst sind.
Der Verbrauch von Mineralöl sei im ersten Halbjahr um 8 Prozent zurückgegangen. Ottokraftstoff habe dabei ein Minus von 0,6 Prozent, Diesel ein Minus von knapp 6 Prozent verzeichnet. Der Absatz von Flugkraftstoff habe um mehr als 1 Prozent abgenommen. Der Absatz von leichtem Heizöl sei um mehr als ein Drittel eingebrochen. „Die Lieferung von Rohbenzin an die chemische Industrie stieg dagegen um rund 3 Prozent“, hieß es. Insgesamt gehen die Energie-Statistiker davon aus, dass der Anstieg der Energiepreise einen „erheblichen Einfluss“ auf den Energieverbrauch hatte.







