Seit Montag heißt es für die Profis des 1. FC Union Berlin: schwitzen, schwitzen, schwitzen. Im Trainingslager in Aigen im Ennstal bereiten sich die Köpenicker auf die neue Saison vor. In den Bergen der Steiermark will die Mannschaft von Trainer Mauro Lustrinelli einerseits weitere sportliche Feinjustierungen auf dem Rasen vornehmen, abseits des Platzes zudem noch mehr als Einheit zusammenrücken. Aus diesem Grund stand bereits am Dienstag ein mannschaftsinternes Teamevent auf dem Programm.

Einen Tag zuvor erlebten die zu diesem Zeitpunkt schon angereisten Anhänger der Eisernen eine große Überraschung. Sie durften die erste Einheit von Kapitän Christopher Trimmel und Co. von der Tribüne aus verfolgen, nachdem sie die Mannschaft vor dem Hotel in Empfang genommen hatten. Ursprünglich war geplant, die Trainingseinheiten erst ab Mittwoch öffentlich abzuhalten. Jeweils an vier aufeinanderfolgenden Tagen trainiert das Team ab 11 Uhr, bevor am Sonntag (15.30 Uhr) das Testspiel gegen Aris Limassol in Salzburg als echter Härtetest wartet.

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Manager Horst Heldt, der am Sonntag am Rande des Vorbereitungsspiels gegen Cagliari Calcio (2:2) ein TV-Interview aus gesundheitlichen Gründen absagen musste, stand derweil in einer ersten Medienrunde den mitgereisten Medienvertretern Rede und Antwort. Der 56-Jährige sprach dabei unter anderem über Talent Linus Güther, der gerade sein erstes Trainingslager mit den Profis erlebt. „Wenn ein junger Spieler in einen Profikader kommt, gibt es erst mal Welpenschutz. Aber der ist irgendwann auch vorbei. Das ist der Anspruch, den der Spieler an sich selbst hat, aber auch der von allen anderen“, sagte Heldt. Und weiter: „Irgendwann kommt er in eine Phase, in der er wie jeder andere bewertet wird. Das will er auch, und das ist richtig. Das muss auch so sein.“Güther, der auch noch bei der U19 unter dem neuen Trainer Jens Härtel zum Einsatz kommen kann, kämpft im Mittelfeld um seinen Platz. Während er sich sportlich mit den deutlich erfahreneren Akteuren duelliert, halfen ihm seine Teamkollegen vor und nach den Trainingseinheiten laut Heldt extrem: „Linus hat einen leichten Zugang bekommen, weil die Mannschaft ihn extrem gut und intensiv aufgenommen hat. Sie haben sich um ihn gekümmert. Derrick Köhn und Livan Burcu haben ihn wie selbstverständlich nach Hause gebracht und abgeholt. Das ist schon toll.“