Zalando hat im zweiten Quartal von Zuwächsen durch die Übernahme von About You und einem starken Firmenkundengeschäft profitiert. Dennoch erzielte der Online-Modehändler weniger Umsatz als erwartet und verdiente auch weniger als gedacht.Die Prognose für das laufende Jahr konkretisierte das Management. Dies spiegele die Ergebnisse des ersten Halbjahres wider und keine geänderten Erwartungen für den restlichen Jahresverlauf, teilte das im Dax notierte Unternehmen am Dienstag mit. Bei den Anlegern kam das nicht gut an.

Aktie knickt um 16 Prozent einFür die Aktie ging es zuletzt um rund 16 Prozent nach unten auf 24,33 Euro. Damit notierte der Anteilsschein am Dax-Ende. Seit Jahresbeginn hat das Papier fast 4 Prozent verloren.

Nach Einschätzung von Experte Frederick Wild vom Analysehaus Jefferies sind die Ergebnisse angesichts hoher Erwartungen durchwachsen ausgefallen. „Kritisch“ sieht er in diesem Zusammenhang, dass das Wachstum des Bruttowarenwerts des Online-Modehändlers unter dem Konsens liege.

Auch für Georgina Johanan von US-Bank JPMorgan ist das zweite Quartal schwächer als erwartet verlaufen. Sie rechnete bereits mit einer negativen Kursreaktion und wies insbesondere auf das geringere Wachstum des Bruttowarenvolumens hin.Die Konzernführung um die beiden Co-Chefs Robert Gentz und David Schröder rechnet nun für 2026 mit einem Wachstum bei Umsatz und Bruttowarenvolumen (Gross Merchandise Value, GMV) in der unteren Hälfte der prognostizierten Spanne von 12 bis 17 Prozent.