Im Osten der Niederlande, nahe der deutschen Grenze, hat sich ein Großfeuer in der Nacht weiter ausgebreitet. Etwa 100 Hektar seien betroffen. Jetzt werde versucht, eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sagte ein Behördensprecher. Rund 250 Feuerwehrleute und auch erneut Löschhubschrauber der Armee seien im Einsatz.„Der Wind hat etwas nachgelassen, das ist günstig“, so der Behördensprecher. Die Lage sei nun stabil, teilten auch die Sicherheitsbehörden mit. Das Feuer in dem Naturgebiet De Rosmolen in der Nähe von Nordrhein-Westfalen war am Montag aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen. Durch Wind und hohe Temperaturen konnten sich die Flammen schnell über die Baumkronen ausbreiten.Bewohner der Region wurden aufgerufen, wegen des starkes Rauchs Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Zugverkehr zwischen Boxmeer und Venray wurde zunächst stillgelegt. Ein Campingplatz mit etwa 300 Urlaubern wurde vorsorglich evakuiert.Waldbrände westlich von Athen weitgehend unter KontrolleDie Waldbrände westlich von Athen sind mittlerweile weitgehend unter Kontrolle, Entwarnung gibt es jedoch weiterhin nicht. Besonders kritisch sind einem Sprecher der Feuerwehr zufolge die heißen Mittagsstunden. „Gestern haben wir beobachtet, dass sich von Mittag an aus Glutnestern wieder Brände entwickelten, weil die Temperatur stieg und die Luftfeuchtigkeit abnahm“, sagte Giannis Artopoios dem Nachrichtensender ERTnews.Satellitenbilder zeigen zuletzt unzählige Brandherde auf einer Fläche von ungefähr 30 mal 30 Kilometern. Laut dem griechischen Wetterdienst Meteo des Nationalen Observatoriums Athen sollen mehr als 13 000 Hektar Wald, Busch und landwirtschaftlich genutzte Fläche verbrannt sein.An den Einsätzen in Griechenland sind etwa 520 Feuerwehrleute beteiligt, darunter auch 46 Rettungskräfte aus Frankreich und Rumänien, sowie Hunderte Freiwillige. Zudem hilft das Militär. Michael Varaklas/AP/dpaElf Ortschaften mussten im Laufe des Montags evakuiert werden, darunter der Küstenort Psatha am Golf von Korinth, wo die Flammen anschließend auch Häuser erreichten. Am Wochenende konzentrierte sich die griechische Feuerwehr auf zwei Fronten, die eine liegt im Gebiet der Ortschaft Agios Nektario im Kithairon-Gebirge, die andere nordwestlich der Stadt Megara mit gut 36 000 Einwohnern. Am Sonntagnachmittag wurden der Industriepark von Megara sowie mehrere umliegende Dörfer evakuiert. Auch auf der Insel Kefalonia wütet ein großer Waldbrand, auch dort mussten am Sonntag Menschen in Sicherheit gebracht werden.Nahe der Stadt Megara westlich von Athen versuchen Freiwillige, das Feuer mit Olivenzweigen zu bekämpfen. Louisa Gouliamaki/ReutersAm Sonntag waren bei der Waldbrandbekämpfung westlich von Athen zwei Löschhubschrauber zusammengestoßen, wodurch der Pilot und der Co-Pilot eines der beiden Helikopter ums Leben gekommen sind. Damit stieg die Zahl der Toten auf fünf – bereits vergangene Woche waren drei Feuerwehrleute gestorben.Medienberichten zufolge geht die Zahl der zerstörten Häuser in Griechenland in die Hunderte. Ein Sprecher der Feuerwehr teilte mit, dass landesweit bislang 13 Menschen wegen fahrlässiger Brandstiftung festgenommen worden seien.Waldbrände im US-Bundesstaat WashingtonIm US-Bundesstaat Washington im Nordwesten der USA haben drei Großbrände ganze Wohngebiete verwüstet. Behördenangaben zufolge brannten dort mehr als 700 Häuser ab. Allein im Raum Spokane waren mehr als 65 000 Menschen dazu aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen – mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Gent Welsh von der Nationalgarde in dem Westküstenstaat verglich die Zerstörung in der betroffenen Region rund um Spokane mit einem „Kriegsgebiet“. Verletzte oder Tote seien bislang aber nicht gemeldet worden, hieß es am Montag.Dutzende Häuser sind einem Waldbrand im nördlichen Teil von Spokane im US-Bundesstaat Washington zum Opfer gefallen. Lindsey Wasson/AP/dpaDie Feuer seien vermutlich die „schlimmste Naturkatastrophe“ in dieser Region, sagte Washingtons Gouverneur Bob Ferguson. Dave Upthegrove, Beauftragter für staatliche Ländereien, sprach von einer „historischen Waldbrandsaison“, die schon relativ früh im Sommer verheerende Ausmaße erreicht habe. Seinen Angaben zufolge brennen derzeit in dem Bundesstaat 17 größere Feuer auf einer Fläche von über 100 000 Hektar Land.Erhöhte Waldbrandgefahr in FrankreichIn Frankreich warnt der Wetterdienst für diesen Dienstag vor einer erhöhten Waldbrandgefahr im Nordwesten des Landes. Auch in Mittelmeerregionen bleibe die Gefahr hoch, weil die Vegetation dort extrem ausgetrocknet sei und weiterhin starke Hitze herrsche, hieß es in einer Mitteilung. Die Gefahr dürfte demnach wegen zunehmender Winde im Verlauf der Woche erneut auf die höchste Alarmstufe ansteigen.Generell sind die meisten Feuer unter Kontrolle, die Lage im Land gilt als stabil. Angespannt bleibt die Situation vor allem im südfranzösischen Département Var, wo 1500 Feuerwehrleute gegen die Ausbreitung eines wieder aufgeflammten Brandes kämpfen. An der Atlantikküste bei Bordeaux, wo der in dieser Saison bislang schlimmste Brand gewütet hatte, kehren die Bewohner weiterer evakuierter Orte nach Hause zurück.In Le Porge waren Ende Juli zahlreiche Löschflugzeuge im Einsatz. Sarah Meyssonnier/Reuters Pool/AEntspannung in SpanienIn Spanien hat sich die Lage im Vergleich zu den vergangenen Wochen ebenfalls entspannt. Nach Angaben des Waldbrandportals „Incendios Forestales“ waren am Montag landesweit noch 47 überwiegend kleinere Wald- und Vegetationsbrände aktiv. Die Großbrände rund um die Hauptstadt Madrid lodern zum Teil noch weiter, sind aber unter Kontrolle.
Großbrand in Naturschutzgebiet nahe deutscher Grenze breitet sich aus
In der Nacht weitete sich der Großbrand in der Nähe von Nordrhein-Westfalen auf rund 100 Hektar aus. Die Brände westlich von Athen sind weitgehend unter Kontrolle.












