Im Streit über das Ende der telefonischen Krankschreibung und die Attestpflicht ab dem ersten Tag ist die Teilkrankschreibung etwas in den Hintergrund gerückt. Dabei soll auch sie helfen, den in Deutschland im internationalen Vergleich eher hohen Krankenstand einzudämmen. Die Idee dahinter: Statt komplett auszufallen, könnten betroffene Beschäftigte nur bestimmte Aufgaben nicht übernehmen oder kürzer als sonst arbeiten.Unter Unternehmern stößt die Teilkrankschreibung laut einer Erhebung des Personaldienstleisters Randstad und dem Ifo-Institut allerdings noch auf wenig Gegenliebe. Fast die Hälfte hält es demnach nicht für sinnvoll, dass sich Beschäftigte künftig auch teilweise krankmelden können. Nur etwa jedes vierte Unternehmen finde diese Möglichkeit hilfreich, weitere 25 Prozent stehen dem Instrument neutral gegenüber.»Die meisten Unternehmen befürchten eine schwierige Abgrenzung zwischen arbeitsfähig und arbeitsunfähig«, kommentiert Ifo-Forscher Jonas Hennrich die Skepsis der Unternehmer. »Außerdem erwarten sie einen zusätzlichen organisatorischen Aufwand.«Wie aus der Erhebung hervorgeht, ist die Teilkrankschreibung nach Ansicht der Unternehmen auch nicht in jedem Bereich umsetzbar: am ehesten in der Administration (55 Prozent). Im Vertrieb/Kundenservice sehen 33 Prozent einen möglichen Einsatz dieses Instruments. In der Logistik (elf Prozent) und in der Produktion (acht Prozent) wiederum ist die Teilkrankschreibung den Angaben zufolge wenig geeignet.
Unternehmer fremdeln mit der Teilkrankschreibung
Viele Unternehmer sind laut einer Ifo-Erhebung skeptisch gegenüber Teilkrankschreibungen. Sie befürchten schwierige Abgrenzungsfälle – auch wenn sie profitieren könnten.






