Der Pharma- und Agrarkonzern Bayer hat im zweiten ​Quartal mit einem starken Agrargeschäft den Erlösdämpfer durch Patentabläufe bei wichtigen Medikamenten mehr als ausgeglichen. Der Konzernumsatz sei um gut ein Prozent auf 10,87 Milliarden ‌Euro geklettert, währungs- und portfoliobereinigt habe sich ein Plus von 2,2 Prozent ergeben, wie das Leverkusener Unternehmen am Dienstag mitteilte.Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) stieg um 1,9 Prozent auf 2,14 Milliarden Euro. Damit übertraf Bayer die Analystenerwartungen, die im Schnitt von 1,94 Milliarden Euro ausgegangen waren. Die Aktien legten angesichts der starken Zahlen um mehr als 3 Prozent zu.Nach dem wegweisenden Sieg im Glyphosat-Streit vor dem Obersten Gerichtshof der USA Ende Juni rückt ​nun die strategische und finanzielle Zukunft des Konzerns in den Fokus. Investoren richten ihr Augenmerk vorwiegend darauf, wie Bayer seine Schulden abbauen ⁠will und ⁠ob es Pläne für eine Aufspaltung gibt.Den Ergebnisanstieg im ‌zweiten Quartal hat Bayer ausschließlich dem Agrargeschäft zu verdanken. In der Sparte Crop Science ​legte das Ergebnis um ‌gut 30 Prozent zu. Der Bereich profitierte von höheren Preisen und Absatzmengen beim Unkrautvernichter Glyphosat sowie der Wiederzulassung von Dicamba-basierten Produkten in den USA, die den Verkauf von Soja- und Baumwollsaatgut ankurbelte. Diese Entwicklung kompensierte die Schwäche in den Sparten Pharma und Consumer Health, die beide einen Gewinnrückgang von 3,6 Prozent verzeichneten.