ExxonMobil-Anlage in Texas: Preise im Schnitt 30 Prozent höher als vor dem Irankrieg
Zu einer Übergewinnsteuer gegen hohe Renditen der Ölkonzerne konnte sich die deutsche Politik in der aktuellen Spritpreiskrise bislang nicht durchringen. Inhaltlich bekommt die Idee nun aber ausgerechnet durch Donald Trump Rückenwind.Der US-Präsident warf ExxonMobil und Chevron vor, durch höhere Kraftstoffpreise »zu viel Geld« zu verdienen. »Das gefällt mir nicht«, sagte er und forderte, die Ölgiganten sollten »einen Teil davon an die Öffentlichkeit zurückgeben«.
Die Preise für Kraftstoff sind weltweit und auch in den USA derzeit relativ hoch. Einer der Gründe dafür ist der von den USA und Israel begonnene Krieg gegen Iran. Seither sind die Preise um mehr als 30 Prozent gestiegen – auf im landesweiten Schnitt zuletzt etwa 4,10 Dollar pro Gallone (3,78 Liter). Im November gibt es Zwischenwahlen in den USA und die hohen Preise kommen auch bei vielen Wählern von Trumps Republikanern nicht gut an.
Öffentlichkeit als DruckmittelTrotzdem überraschen Trumps Aussagen. Sie sind eine bemerkenswerte Abkehr von seiner üblichen Verbundenheit mit der Branche. Vergangene Woche hatten die Unternehmen aufgrund des anhaltenden Konflikts in Iran, der die Ölpreise hoch hält, Rekordgewinne für das zweite Quartal gemeldet. Chevron verzeichnete etwa den höchsten Quartalsgewinn seit mindestens sechs Jahren. »Chevron, zu viel Geld. ExxonMobil, zu viel. Zu viel Geld«, sagte Trump.











