Ultrafeinstaub in der Luft könnte jährlich weltweit für zwei Millionen zusätzliche Todesfälle verantwortlich sein. Das geht aus einer Studie von Forschern des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie, der Mainzer Universitätsmedizin und des Cyprus Institute in Nikosia hervor.Für Europa errechneten sie im Mittel 35,7 Todesfälle durch Ultrafeinstaub je 100.000 Einwohner und Jahr. Besonders hoch war die Belastung in Süd- und Osteuropa. In Nordamerika lag der Wert bei 27,4. Global entfielen etwa 91 Prozent der Todesfälle auf Stadtgebiete.Ultrafeinstaub besteht aus Partikeln, die kleiner als 100 Nanometer und damit unsichtbar sind. Überwiegend handelt es sich um Ruß und organischen Kohlenstoff, die von Verbrennungsmotoren, der Industrie und Energieerzeugern freigesetzt werden. Wegen ihrer geringen Größe können die Teilchen tief in die Lunge eindringen und über Blutbahn und Riechschleimhaut sogar das Gehirn erreichen. Sie werden mit der Entstehung von Bluthochdruck, Herz- und Gefäßkrankheiten sowie Diabetes in Verbindung gebracht.Anders als für Feinstaub mit größeren Partikeln gibt es für Ultrafeinstaub den Wissenschaftlern zufolge keine gesetzlichen Grenzwerte. Angesichts der Studienergebnisse sei es dringend ratsam, das zu ändern und die Ultrafeinstaub-Konzentrationen regelmäßig zu überwachen.
Studie zu Ultrafeinstaub: Zwei Millionen Tote jährlich weltweit
Winzige Rußpartikel, etwa aus Verbrennungsmotoren, dringen tief in die Lunge und sogar ins Gehirn ein. Mit fatalen Folgen, wie eine Studie von Mainzer Forschern zeigt.






