Der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß (CDU), gegen den nach einem schweren Unfall ein Ermittlungsverfahren läuft, ist am Freitagnachmittag von der Polizei aufgesucht worden. Beamte waren bei Bareiß, um seinen Führerschein sicherzustellen, wie die Nachrichtenagentur dpa und der SWR unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Hechingen berichten. Es habe bei der Übergabe des Dokuments keine Probleme gegeben, sagte ein Behördensprecher demnach.Die Staatsanwaltschaft ermittle gegen Bareiß wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Straßenverkehrsgefährdung und der fahrlässigen Körperverletzung, sagte der Sprecher. Der Verdacht beruhe hauptsächlich auf dem Ergebnis einer Blutanalyse. »Vor deren Hintergrund besteht der Verdacht, dass der Beschuldigte den Verkehrsunfall verursacht hat und dabei nicht unter Alkoholeinfluss, jedoch unter dem Einfluss eines synthetischen Betäubungsmittels stand.«Um welche Substanz es sich genau handelt, wollte die Staatsanwaltschaft nicht preisgeben. Sie habe sich aber in einer »relevanten Menge« im Blut des Politikers befunden. Die synthetische Substanz unterliege dem Betäubungsmittelgesetz. Sie stehe nicht im Zusammenhang mit einem Medikament. Bareiß war nach dpa-Angaben für eine Stellungnahme nicht erreichbar.An dem Unfall am 12. Juli auf der B27 zwischen Hechingen und Balingen waren nach Polizeiangaben zwei Fahrzeuge beteiligt. Ein 51-Jähriger, der mit seinem Wagen auf der linken Spur fuhr, kollidierte mit einem Auto auf der rechten Spur. Der Wagen des Mannes habe sich überschlagen, und der Fahrer sei schwer verletzt in ein Krankenhaus gekommen. Die Polizei hatte keine Angaben dazu gemacht, ob es sich dabei um den Politiker Bareiß handelt. Der 50-jährige Fahrer des anderen Autos und seine beiden Mitfahrerinnen im Alter von 40 und 47 Jahren wurden laut Polizei ebenfalls verletzt und kamen ins Krankenhaus.
Thomas Bareiß: Polizei stellt nach Unfall Führerschein sicher
Hat Thomas Bareiß unter dem Einfluss eines Betäubungsmittels einen Autounfall verursacht? Infolge dieses Verdachts bekam der CDU-Bundestagsabgeordnete jetzt Besuch von der Polizei. Autofahren darf er vorerst nicht mehr.










