Handverlesen, hochbezahlt, erfolglos: Viele CEOs scheitern nicht an den Widrigkeiten des Tagesgeschäfts, sondern an sich selbst. Warum gerade die Topposition im Unternehmen oftmals schwierige Persönlichkeiten anzieht , hat mein Kollege Michael Machatschke anhand einer Vielzahl grandios gescheiterter Chefs untersucht. Die meisten der prominenten Fälle lassen sich einem von vier Grundtypen zuordnen: Narzissten, Blender, Entrückte und Überforderte.

Narzissten stellen die wohl größte Gruppe: Selbstverliebte Egos wie bei Ex-Daimler-Chef Jürgen Schrempp (81), die vor lauter Selbstbespiegelung Probleme übersehen und Sanierungsfälle hinterlassen. Hinzu kommen Blender wie Kasper Rørsted (64), der es bei Adidas zur Meisterschaft im Windmachen brachte. Die Entrückten wie Ex-Bayer-Chef Werner Baumann (63) beharren stur auf ihren eigenen Wahrheiten – bei der Übernahme von Monsanto wollte Baumann die Haftungsrisiken partout nicht sehen. Und es gibt die Überforderten wie Ex-BMW-Chef Harald Krüger (60), denen es schlicht nicht lag, im Mittelpunkt zu stehen. Unsere Liste der gescheiterten CEOs zeigt zugleich, wie man Fehlbesetzungen vermeidet: Narzissten, Blender, Überforderte – viele CEOs scheitern an sich selbst.