An die Seite der ostdeutschen Ministerpräsidenten hat sich auch die saarländische Regierungschefin Anke Rehlinger gegen die geplante Abschaffung der »Rente mit 63« gestellt. »Wer jahrzehntelang gearbeitet hat, verdient Respekt und eine würdige Rente«, sagte die stellvertretende SPD-Vorsitzende den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Eine Neuregelung dürfe nicht für jene gelten, die anders geplant hätten, betonte Rehlinger. Und: »In Rente sollte man nicht erst gehen dürfen, wenn der Körper streikt.«Die Rentenkommission hat vorgeschlagen, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren zu streichen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatten nach Vorlage des Kommissionsberichts im Juni angekündigt, alle 33 Empfehlungen vollständig und zügig umzusetzen. Inzwischen gibt es aber erhebliche Widerstände dagegen, insbesondere von den ostdeutschen Ministerpräsidenten von CDU und SPD.
Schwesig und Günther beziehen StellungManuela Schwesig sprach sich am Morgen gegen die Pläne der Bundesregierung aus. »Mein Eindruck ist, dass sich die Rentenkommission nicht konkret auch mit der besonderen ostdeutschen Biografie beschäftigt hat«, sagte die SPD-Politikerin und Regierungschefin in Mecklenburg-Vorpommern im ZDF-»Morgenmagazin«.Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat sich wiederum dafür ausgesprochen, das Paket als Ganzes zu verabschieden. Man solle es »nicht noch einmal aufschnüren, sondern das, was jetzt vereinbart ist, zügig umsetzen«, sagte Günther der »Welt «. »Wir haben schon zu viele Jahre ins Land ziehen lassen«, monierte Günther.










