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Mit erfundenen Notfällen setzen drei Betrüger Senioren unter Druck. Nun hat das Landgericht Frankfurt das Urteil gegen sie gesprochen.

Mit Schockanrufen verängstigen Kriminelle auch im Rhein-Main-Gebiet ältere Menschen - nun hat das Landgericht Frankfurt drei Mitglieder einer Betrügerbande zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Es handle sich um niederträchtige, besonders verwerfliche Taten, sagte der Vorsitzende Richter. Die Täter hätten sich bewusst verletzliche Personen ausgesucht und diese in einen Schockzustand versetzt.

Die 25-jährige Frau und der 20-jährige Mann wurden wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs zu einer Haftstrafe von jeweils sechs Jahren verurteilt. Ein weiterer 20-Jähriger erhielt unter anderem wegen Beihilfe eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das Trio war als Teil einer international agierenden Gruppe vor allem für die Abholung der Beute bei den Betroffenen zuständig gewesen. Am 10. November 2025 fiel die heute 25-Jährige einer Polizistin auf und wurde observiert. Noch am selben Tag holte sie in einem Wohngebiet in Frankfurt bei einer weinenden 88-jährigen Frau die Beute aus einem Schockanruf ab, sie wurde sofort festgenommen.