Der Super-Sparpreis soll Reisenden laut der Bahn kurz- und langfristig die Buchung günstiger Tickets ermöglichen. Verbraucherschützer kommen nun zu dem Schluss: Häufig werden die günstigen Tickets gar nicht angeboten.
03.08.2026, 14.15 Uhr
Innenansicht im Berliner Hauptbahnhof
Fahrgäste der Deutschen Bahn haben nach einer Untersuchung von Verbraucherschützern für Fahrten tagsüber nur geringe Chancen auf ein Ticket zu besonders günstigen Super-Sparpreisen. Das günstigste Angebot, für das die Bahn auf ihrer Internetseite warb, war für Fahrten in der zweiten Klasse zwischen 7 Uhr und 19 Uhr an rund drei Vierteln der untersuchten Tage nicht verfügbar, wie die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« berichtet . Stattdessen lagen demnach an diesen Tagen die Super-Sparpreise zwischen 15 und 157 Prozent über dem Werbepreis.
Die Bahn bewirbt auf ihrer Website Super-Sparpreise , mit denen man aktuell ab 6,99 Euro im ICE fahren kann. Für Menschen unter 27 Jahren kosten die Fahrscheine ab 4,99 Euro. Wer eine BahnCard hat, erhält weitere 25 Prozent Rabatt.Die Zeitung beruft sich auf den Verbraucherzentrale Bundesverband (VZ). Dieser hatte die Preise demzufolge bis Ende April 23 Monate lang verfolgt, dabei verschiedene zeitliche Fristen überprüft. Zur Methodik heißt es beim Verband: »Über 690 Erhebungstage wurden insgesamt 289.154 Verbindungsabfragen für kurzfristige (in den kommenden 7 Tagen), mittelfristige (in 3 Wochen) und langfristige Buchungen (in 12 Wochen) durchgeführt.« Ergebnis: Die erfassten günstigsten Preise entsprachen nur an knapp jedem vierten Erhebungstag dem beworbenen Super-Sparpreis oder lagen sogar darunter.










