Seit dem Ansturm auf Ceuta überziehen sich Spanien und einige EU-Länder gegenseitig mit Vorwürfen. Nun versucht Kommissionspräsidentin von der Leyen mit einem Brief, die Wogen zu glätten.

03.08.2026, 13.28 Uhr

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen

Einen Tag vor der Dringlichkeitssitzung der EU-Innenminister zu den Vorgängen in Ceuta hat sich Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen um Deeskalation bemüht. »Der Schutz aller unserer Außengrenzen ist eine gemeinsame europäische Verantwortung. Nur gemeinsam können wir die Integrität des Schengenabkommens garantieren«, heißt es in einem Schreiben an Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez, das dem SPIEGEL vorliegt.

Die Europäische Union werde keine illegalen Grenzübertritte dulden. »Außerdem können wir nicht akzeptieren, wenn versucht wird, illegale Migration als Hebel zu nutzen, um Druck auf einen Mitgliedstaat auszuüben.« Die Herausforderungen, welche Migration mit sich bringen, erforderten eine »gemeinsame europäische Antwort, vereintes Vorgehen und Solidarität.« Das bevorstehende Treffen der EU-Innenminister werde ein erster Schritt in diese Richtung sein.