Für Pendler auf der Linie RE1 wird es nicht ruhiger – im Gegenteil. Wenn die jetzige Sperrung zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) endet, bleibt ein Abschnitt weiterhin unterbrochen. ODEG-Chef Lars Gehrke kündigt im Gespräch mit der Berliner Zeitung weitere Einschränkungen an. Er warnt, dass die Linie 2029 zeitweise fast ganz ausfallen könnte.„Die Fahrgäste des RE1 müssen einiges ertragen“, sagt der Geschäftsführer. Das Unternehmen hat die Ost-West-Strecke Ende 2022 übernommen. Doch in diesen knapp vier Jahren fanden nach Gehrkes Angaben lediglich zehn bis 15 Prozent des Betriebs planmäßig statt – so, wie es die Länder Berlin und Brandenburg bestellt haben.Dabei ist die RE1 die am stärksten genutzte Strecke des Regionalverkehrs in der Hauptstadt-Region. Die Züge werden im Schnitt täglich für rund 65.000 Fahrten genutzt.

Schienenverkehr

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Warum die Strecke nach Frankfurt (Oder) so wichtig ist

Allein 2026 summieren sich die Sperrzeiten auf fast vier Monate, so Gehrke. Weitere Sperrungen sind in Sicht: in diesem Jahr, aber auch 2028 und 2029. Im Gespräch mit der Berliner Zeitung nannte der ODEG-Chef neue Details, worauf sich Fahrgäste einstellen müssen.Schon seit 1842 fahren Züge zwischen Berlin und Frankfurt (Oder). Damit ist die etwas mehr als 80 Kilometer lange Verbindung via Erkner und Fürstenwalde (Spree) die zweitälteste Bahnverbindung nach Berlin. Wo einst Stalin 1945 mit dem Sonderzug zur Potsdamer Konferenz reiste, findet heute ein dichter Zugverkehr statt – normalerweise.Die meisten Güterzüge zwischen Deutschland und Polen nehmen diese Route. Im Fahrplan steht auch eine gewachsene Zahl von Eurocity-Zügen nach Warschau, Breslau, Krakau, Danzig sowie zu anderen Städten im Nachbarland. Doch am stärksten genutzt wird der Regionalverkehr.