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Jeden Juni mutiert das süße französische Städtchen Clisson zur globalen Heavy-Metal-Hochburg, wenn das Hellfest eine Viertelmillion Rockfans empfängt. Gottloses Chaos? Whiskyexzesse? Und eine entnervte kleine Gemeinde, deren Heim hoffnungslos überrannt wird? Im Gegenteil, sagen fast alle Beteiligten: Ein sozialromantisches Märchen! Und eine Festivalgemeinschaft voller Toleranz, Freiheit und Liebe

Jamie, 41, aus Großbritannien müsste nicht im Supermarkt von Clisson einkaufen, dem Leclerc. Er könnte auch backstage futtern, tritt er doch mit gleich zwei Bands auf: Fantazmaz und Karen Dío. Allerdings ist der Leclerc quasi ein Bestandteil des Hellfest, sogar der Gastgeber der inoffiziellen Eröffnungszeremonie. Die Supermarktangestellten, ganz in Schwarz, bilden dann eine feierliche Gasse, bei voll aufgedrehtem Metal selbstredend. Und stehen morgens applaudierend Spalier für die ersten Festivalgäste. Ein mannshoher Altar aus schwarzen Gitarren begrüßt sie und leitet sie in den Leclerc hinein.