Generative KI ist im Arbeitsalltag längst angekommen. Doch während Mitarbeitende KI bereits aktiv für Recherchen, Texte und Analysen einsetzen, hinkt die interne Regelung oft hinterher: Zwar haben 98 Prozent der Unternehmen eine KI-Strategie, doch bei nur 39 Prozent wird der Einsatz aktiv durch das Top-Management gesteuert.

Diese Diskrepanz zwischen Strategiepapier und Arbeitsalltag führt zu einer gefährlichen Compliance-Lücke. Wenn klare Vorgaben, freigegebene Tools und verbindliche Prüfschritte fehlen, weichen Mitarbeitende auf eigene Lösungen aus, es entsteht „Shadow AI“. Besonders in sensiblen Fachbereichen wie HR, Finance, Tax oder Legal ist das ein kritisches Risiko, da hier häufig personenbezogene Daten und rechtlich relevante Inhalte verarbeitet werden.

Wie du die KI-Nutzung aus inoffiziellen Kanälen in kontrollierte, rechtssichere Prozesse überführst und KI-Governance als echten Innovationstreiber etablierst, erfährst du im 7-Punkte-Compliance-Check.

Strategie ist nicht gleich Governance

Eine KI-Strategie schafft Orientierung, aber noch keine Regeln für den Alltag. Genau hier beginnt KI-Governance. Laut Work Trend Index 2024 sagen 60 Prozent der Führungskräfte, dass ihrer Organisation ein klarer Plan für die KI-Umsetzung fehlt. Ohne diese Übersetzung bleibt KI Stückwerk. Teams nutzen einzelne Anwendungen, doch wer verantwortet die Ergebnisse? Welche Daten dürfen in welche Modelle fließen? Wie reagiert ihr auf den EU AI Act?