Der 80-jährige Lula würde bei einem Wahlsieg seine vierte Amtszeit insgesamt antreten. »Ich bin unendlich viel besser in Form als damals, als ich 57 Jahre alt war und mein erstes Amt antrat. Ich bin topfit«, sagte er bei dem Parteitag vor Anhängern in São Paulo. Erneut soll Geraldo Alckmin sein Vizepräsident werden.Flávio Bolsonaro, ältester Sohn des wegen eines versuchten Staatsstreichs zu mehr als 27 Jahren Haft verurteilten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro und rechter Senator, wurde vergangene Woche von dessen Liberaler Partei (PL) als Kandidat nominiert. Die Familie Bolsonaro pflegt enge politische Beziehungen zu US-Präsident Donald Trump. Flávio gilt allerdings als weniger populär als sein Vater und kann bislang nicht auf die geschlossene Unterstützung des konservativen Lagers zählen.
Laut der jüngsten Umfrage des Forschungsinstituts Datafolha liegt der linke Staatschef derzeit in der Wählergunst vor seinem Herausforderer. Deutlich dahinter liegen andere Kandidaten kleinerer Parteien.Bei der Veranstaltung von Bolsonaros Partei trat auch Argentiniens ultraliberaler Präsident Javier Milei auf, der sowohl Lula als auch die brasilianische Justiz scharf angriff. Der Auftritt führte zu einem diplomatischen Eklat, der als einer der schwersten Streitfälle zwischen den beiden südamerikanischen Nachbarländern seit Jahrzehnten gilt.













